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Post. In einigen herzoglich-sächsischen und schwarzburgischen Orten
gab es preufsische Posten in Gemeinschaft mit taxisschen. In
Lübeck wurde eine preufsische Postagentur neu eingerichtet usw.
In Lippe-Detmold ging 1845 das gesamte Postwesen an Taxis über,
nachdem vorher preufsische, kurhessische, taxissche und lippische
Post bestanden hatte. In Krakau gab es bevor das Land und die
Post 1846 an Österreich übergingen, preufsische, österreichische,
russische und Krakauer Post. Hamburg hatte neben seinem Stadt
postamt ein preufsisches, hannoversches, mecklenburgisches,
braunschweigisches, taxissches, dänisches und schwedisches Postamt.
Die verworrenen postalischen Verhältnisse in Bremen bestanden
bis man 1847 bezw. 1850 dem deutsch-österreichischen Postverein
beitreten wollte, der in diesen Jahren, seit dem Vertrag vom
6. April 1850 zwischen Preufsen und Österreich, zu stände kam.
Man konnte keine Kurse bezeichnen, mit denen man beitreten wollte,
weil das exklusive bremische Postrecht überall bestritten war.
Man mufste eine reine Bahn machen und feststellen, welche
Berechtigungen künftig Bremen allein haben sollte, und welche nicht.
Man wollte die Korrespondenz mit den Seestaaten, also mit
den Niederlanden, Grofsbritannien, den transatlantischen Ländern,
den beiden andern Hansestädten, Holstein, Dänemark, Norwegen und
Schweden, Bremen sichern und alle andern Postverwaltungen davon
ausschliefsen. 1 ) Es gelang mit Preufsen daiüber sich zu vereinigen,
um seine Unterstützung zu erlangen, und dann mit den
beiden Postverwaltungen Taxis und Hannover abzuschliefsen, so dafs
Bremen in der Tat für diese wichtige Korrespondenz dem deutsch
österreichischen Postverein als vollberechtigtes Mitglied beitretenkonnte.
Auch der Verkehr mit Mecklenburg-und Oldenburg wurde dem bremischen
Postamt versichert. 2 ) Der Beitritt erfolgte am 1. Januar 1852. 3 )
0 Es handelte sich darum in direkten Kartenschlüssen zu bleiben. Ein
dritter Punkt war, sich vor höheren als den Vereinstarifen zu sichern, wo, als
im inneren Verkehr, Posten, die ein eigenes Postamt in Bremen besafsen, an
diese nicht, gebunden waren.
2 ) Vertrag zwischen Preufsen und Taxis vom 2. August 1850, wonach
Taxis an Preufsen den Postbetrieb zwischen den Hansestädten Hamburg und
Bremen einerseits und dem Königreich Sachsen, Sachsen-Altenburg, Österreich
und der Levante über Triest andererseits gegen Abstandnahme vom Wettbewerb
auf einigen anderen Routen aus den Hansestädten abtrat. Bremische Verträge
vom 23. April 1851 mit Hannover, 5. November 1851 mit Oldenburg, 14. November
1851 mit Preufsen, 15. November 1851 mit Taxis, 15. November 1851 mit Hannover.
3 ) Der revidierte deutsch-österreichische Postvereinsvertrag, dem Bremen
beitrat, wurde am 6. Dezember 1851 nach Schlufs der ersten deutschen Post
konferenz von allen deutschen Postverwaltungen mit Ausnahme Holsteins und
Lauenburgs unterzeichnet.