VI
Vorwort zur ersten Auflage.
weiteren Kreisen zugänglich und alsdann auch Don
diesen, insofern es überhaupt entschieden gemeinnützig
ist, als Bedürfniß empfunden wird.
Die Volkswirthschaftslehre bietet nun ohne Ziveifel
schon bei ihrer gegenwärtigen Ausbildung und als
Ergebniß dieser eine Reihe von feststehenden Wahrheiten
dar, deren Verständniß an sich den weitesten Kreisen
zugänglich erscheint. Ebenso ist die Gemeinnützigkeit
volkswirthschaftlicher Kenntnisse unzweifelhaft, und mit
den schnellen Fortschritten der wirthschaftlichen Kultur,
welche unser Jahrhundert auszeichnen, wird das
Bedürfniß nach Verallgemeinerung volkswirthschaft
licher Einsicht zunehmend dringender. Dafür aber, daß
diese Einsicht nicht schon allein aus den Berührungen,
welche Jedermann mit wirthschaftlichen Verhältnissen,
hat, gleichsam von selbst erwächst, sind überall die
überzeugendsten Beweise zu finden. Wie bestimmte
Kenntnisse dazu erforderlich sind, um an einem Steine,
einer Pflanze oder einer Maschine alles das zu ersehen,
was wirklich daran zu sehen ist, oder um aus dem
menschlichen Antlitze vollständig herauszulesen, was da
geschrieben steht, so sind auch bestimmte Kenntnisse
unentbehrlich, um volkswirthschaftliche Beziehungen
richtig und klar zu durchsehen.
Unter diesen Umstünden dürfte cs vielleicht nicht
als überflüssig erscheinen, daß in der vorliegenden
Schrift der Versuch gewagt wurde, einen gedrängten
Abriß der wichtigsten Grundlehren der Volkswirth
schaftslehre in einer Form zu geben, von welcher der
Verfasser hoffte, daß sie dazu dienen würde, den dar-