Full text: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

ein bodenloses Faß, in dem das Geld verschwand. 
Roberts hatte stets gesagt, er würde mit dem größten 
Vergnügen zusehen, wie Vanderbilt und die anderen 
reichen Leute um ihn in ihrem eigenen Fett schmorten. 
Und er sehe keinen Grund, seine Meinung zu ändern. 
Der „Corsair fuhr nach Sandy Hook, wendete und 
fuhr wieder durch den Hafen von New York, dann den 
Hudson hinauf bis West Point. Dort wendete er 
wieder und fuhr nach Sandy Hook zurück. Morgan 
sagte sehr wenig, er rauchte eine schwarze Zigarre 
nach der anderen. Depew berichtete über die Er- 
fahrungen, die die Central mit der West Shore ge- 
macht hatte. Er legte dar, wie eine große Eisenbahn- 
gesellschaft, in wie hoher Blüte sie auch stehen möge, 
durch eine Konkurrenzlinie, selbst wenn diese keiner- 
lei Erfolge hätte, gründlich geschädigt werden könne. 
Er deutet an, daß schließlich die Pennsylvania es weit 
kostspieliger finden werde, ihre Ablehnung aufrecht- 
zuerhalten als Morgans Vorschlag anzunehmen, 
„Das stimmt! Das stimmt!‘ rief Morgan. „Sehen 
Sie das nicht ein? Sie werden es doch einmal ein- 
sehen müssen. Schließlich werden Sie die neue Bahn 
doch aufkaufen oder wenigstens kontrollieren müssen, 
schon um die Anschlüsse zu sichern. Also’ warum 
nicht sleich?” 
Stunde nach Stunde verging. Lunch war serviert 
worden, die Sonne stand schon tief, jeder hatte mehr 
schwarze Zigarren geraucht als gut für ihn war, außer 
Morgan. Und immer noch {fuhr der „Corsair' hin 
und her. 
„Aber warum“, fragte Roberts, „sollen wir die 
Dummhbeiten anderer Leute wieder gutmachen? Warum 
sollen wir ihnen die Kastanien aus dem Feuer holen, 
die sie selbst erst hineingeworfen haben?“ 
Depew zog ihn beiseite. Ihm war klar, daß Roberts 
Mardas 
Q1
	        
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