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und außerhalb -desselben zu erfassen und unseren Abnehmern zu
zuführen.
Neben den freihändigen Geschäften wurde unsere Gesellschaft
vom Landrat damit beauftragt, V u t t e r sam >m e I st e l I e n im
Kreise zur Erlangung einer Butterreserve zu errichten.
Das Hauptgeschäft unserer Gesellschaft wird für die Folge das
K a r t o f f e l g e s ch ä f t sein. Nicht nur liegt es der Gesellschaft
ob, die gesamten Vorräte des eigenen Kreises, soweit sie für die
menschliche Ernährung in Frage kommen, zu ersassen, zu bezahlen
und an die Verbraucher zu überführen, sondern auch die Heran
bringung von 2000 Wagen auswärtiger Kartoffeln hat sie zu
besorgen."
Beachtlich ist dann die Darstellung des letzten Geschäftsberichts
der gleichen Gesellschaft über ihre Tätigkeit auf dem Gebiete der
Gemüseversorgung: „An erster Stelle sind zu nennen die
Einrichtungen von 18 Sammelstellen, die sich auf 11 Bürger
meistereien verteilen. Durch die Errichtung dieser Sammelstellen
sollte ein geschlossenes Netz durch den ganzen Erzeugerbezirk des
Kreises gezogen werden. Wenn auch die Arbeit dieser Sammel
stellen nicht allerorts den Erwartungen entspricht, so haben sie uns
doch eine wertvolle Beihilfe geleistet. Eine besonders schwierige
Frage zum Versand des Frischgemllses war die Verpackungs-, ins
besondere die Korbfrage. Durch eigene Ankäufe im vergangenen
Winter waren wir in der Lage, über 6000 eigene Körbe zur Ver
fügung zu haben; was besonders angenehm war, als uns die
Reichsstelle für Gemüse und Obst mitteilte, daß sie nicht in der
Lage sei, uns irgendwelches Korbmaterial zur Verfügung zu stellen,
obgleich bei Errichtung der Sammelstellen in Aussicht genommen
war, das gesamte Korbmaterial durch die Reichsstelle zu beschaffen.
Die Errichtung einer Abnahmestelle für den gesamten Bedarf der
Bürgermeistereien des Kreises hat sich dagegen länger hinaus
gezogen, und die offizielle Abnahmestclle des Kreises konnte erst
im August die Bestätigung der Reichsstelle zu ihrer Tätigkeit er
halten. Durch Einfügung eines besonderen Kurswagens für Ge
müse auf der Strecke A—B wurde eine frische Heranführung des
Gemüses aus den Erzeugerbezirken des Nordens ermöglicht. Wenn
die Neichsstelle durch Errichtung von Sammelstellen beabsichtigte,
jede, auch die kleinste Menge Gemüse ans den Hausgärten an die
Sammelstellen und von diesen an die Großmärkte heranzubringen,
so konnte diese Absicht im Kreise doch nicht ganz zur Durchführung
gelängen, deshalb in erster Linie, weil diese kleinen Mengen ihren
Absatz an die zahlreichen Verbraucher des Kreises unmittelbar