fullscreen: Reis

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Übrigens ist ın China wie in Japan die Methode der Grün- 
düngung nicht unbekannt. Sie ist als eine der besten Arten 
der Stickstoffdüngung für das Reisfeld anzusehen, wegen ihrer 
Wohlfeilheit, der physiko-mechanischen Wirkung auf den Boden 
und der sehr allmählichen Aufschließung des Stickstoffes; der 
Reis wird dadurch widerstandsfähiger gegen manche Krank- 
heiten. Die Benutzung einer Kleeart und einer Coronilla ist 
in den großen Reisniederungen von Tschekiang allgemein ver- 
breitet. Diese Gründüngungspflanzen werden während des 
Winters zwischen zwei Reisernten eingeschaltet, und dieses Ver- 
fahren soll als Ersatz des animalischen Düngers von altersher 
üblich sein (83, 2. Bd., S. 961). In Japan wird zur Gründüngung 
unter andern Leguminosen die Sojabohne und vor allem „genge‘“‘, 
Astragalus lotoides, angebaut (101, S. 556). Durch diese 
Pflanze, die den Boden um etwa 85 kg Stickstoff je Hektar be- 
reichert, kann also die Stickstoffdüngung des Reisfeldes voll- 
ständig ersetzt werden. Empfehlenswert ist Gründüngung nur 
für Reisland, das sich hinreichend trockenlegen läßt; kann das 
nicht geschehen, so ist sie geradezu verwerflich. Denn im ständig 
nassen Boden vertorfen die grünen Pflanzenmassen, es bilden 
sich mit Sauerstoff nicht genügend gesättigte Humussäuren, die 
dann im Boden reduzierend wirken und unter Umständen die 
Pflanzenwurzeln selbst angreifen. In solchem Boden sollte man 
daher auch die Verwendung größerer Mengen schwer zersetzlicher 
organischer Dünger vermeiden; man führt ihm den Stickstoff am 
besten in Form von Jauche oder Fäkalien oder als schwefel- 
saures Ammoniak oder Salpeter zu. Ganz zur Wirkung kommt 
Gründüngung erst, wenn der Boden einen überschüssigen Vor- 
rat an Kali und Phosphorsäure hat. Wo es daran mangelt, sollte 
man mit künstlichen Düngemitteln zu Hilfe kommen (73, S. 66 
u. 69). 
In neuerer Zeit sind eine Reihe wissenschaftlicher Unter- 
suchungen über die Gründüngung des Reises durchgeführt wor- 
den. Bei einigen ostindischen Versuchen scheint hauptsächlich 
Sesbania aculeata, die unter dem Namen „daincha“ dort 
allgemein als Gründüngungspflanze gebaut wird, Verwendung
	        
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