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unserer Kleinindustrie durch die Warenhäuser hat? Sie müßten doch wahrhaftig
die Siinde fürchten, unter solchen Umständen noch das Loblied der
Warenhäuser zu singen, von ihrer besonderen „Intelligenz", ihrem „Fleiß" usw.
zu sprechen. Eine Umsatzsteuer von zwei oder drei Prozent soll eine „Erdrosselungssteuer"
sein und Abkürzungen von 16 Prozent -j- 3 Prozent —
18 Prozent außer dem Kassenskonto von zwei Prozent, sozusagen aus zwei
Mvnate, gleich zwölf Prozent pro anno — finden die Warenhäusler durchaus
angemessen! Man sollte jedem gedankenlosen Verteidiger der Warenhäuser
diese Tatsachen an den Kopf werfen, der sich so lebhaft gegen die von der
Mehrheit des Preußischen Abgeordnetenhauses geforderte Erhöhung der Warenhausumsatzsteuer
sträubt."
Wie kann bei solchen Bedingungen ein Arbeiterstand gedeihen?
Lächerlich ist es, die Warenhäuser als Beschützer vor Syndikaten usw. zu
empfehlen, sie, die selbst in'sich große Trusts und Geschäftsmonopole darstellen.
Hat man schon jemals gehört, daß sich Katzen am besten zu Vorsitzenden vou
Vogelschutzvereinen eignen? Wehe, wenn erst die mittlere und kleine Konkurrenz
ganz verschwunden ist!
(Stnistc Gedanken
über Gesetze, deren
Einbrittñunñ und
Abänderung.
§5%
Diese Zumutung an den Einfältigkeitsglauben ernster Patrioten wird nur
durch den eigenen Glauben an die Wirkungsmöglichkeit der beweglichen Klage
übertroffen, in der sich die Warenhausinhaber ergehen, wenn sie an die vorgeschlagene
und zum Teil schon zur Anwendung gekommene Abwehrmaßregel
gegen die Ausbreitung der Warenhäuser denken.
In allen Sprachen schreien sie: Gerechtigkeit ist die Grundlage jedes
Staates!
Das wissen wir alle genau, uns ist aber auch bekannt, daß die Warenhäuser
durch ihre Handelspraktiken nie einen Beitrag zur Bereicherung dieses Erfahrungsgrundsatzes
geliefert haben. Diese Shylocks verlangen für sich alles
Fleisch des gewerblichen Mittelstandes und würden mit Behagen obendrein auch
das kraftführende Herzblut des deutschen Volkes in den Sand rinnen sehen. Das
ist zuviel!
Die Gesetze, innerhalb deren Rahmen sich das wirtschaftliche Leben
eines Volkes abspielt, sind doch keine unabänderlichen Naturgesetze, n a ch denen
die Wandlungen der unbelebten Natur ill unaufhaltsamer Folge sich abspielen.
An den Wirkungen einer Schwerkraft läßt sich nichts ändern. Sie fordert ihren
Tribut auch von dem schnell aufsteigenden Körper. Aber die Gesetze, die wir
uns selbst gegeben haben, können wir nicht nur, sondern müssen wir sogar abändern,
wenn sich zeigt, daß sie zum Nilin des Volkes führen. In der Tat sehen
wir auch, daß in jedem Jahre Gesetzesänderungen vorgenomulen lverden. Es