Contents: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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relativen Werte unverändert bleiben. Ihren wirkliehen. Wertwechsel 
ersähe man daraus, daß in derselben Arbeitszeit nun allgemein ein 
größeres oder kleineres Warenquantum als vorher geliefert würde. 
IV. Die zur Produktion von Leinwand und Rock respektive not- 
wendigen Arbeitszeiten, und daher ihre Werte, mögen gleichzeitig 
in derselben Richtung wechseln, aber in ungleichem Grade, oder in 
entgegengesetzter Richtung usw. Der Einfluß aller möglichen der- 
artigen Kombinationen auf den relativen Wert einer Ware ergibt 
sich einfach durch Anwendung der Fälle I, II und 111. 
Wirkliche Wechsel der Werigröße spiegeln sich also weder un- 
zweideutig noch erschöpfend wider in ihrem relativen Ausdruck 
Oder in der Größe des relativen Wertes. Der relative Wert einer 
Ware kann wechseln, obgleich ihr Wert konstant [unverändert] bleibt. 
Ihr relativer Wert kann konstant bleiben, obgleich ihr Wert wechselt, 
und endlich brauchen gleichzeitige Wechsel in ihrer Wertgröße und 
im relativen Ausdruck dieser Wertgröße sich keineswegs zu decken. 
Erstes Kapitel, 
3. Die Aequivalentiorm. 
Man hat gesehen: Indem eine Ware A (die Leinwand) ihren 
Wert im Gebrauchswert einer verschiedenartigen Ware B (dem 
Rock) ausdrückt, drückt sie letzterer selbst eine eigentümliche Wert- 
form auf, die des Aequivalents. Die Leinwandware bringt ihr 
eigenes Wertsein dadurch zum Vorschein, daß ihr der Rock, ohne 
Annahme einer von seiner Körperform verschiedenen Wertform. 
20 Note zur 2. Ausgabe. Diese Inkongruenz [Mißverhältnis] zwischen 
der Wertgröße und ihrem relativen Ausdruck ist von der Vulgärökonomie 
mit gewohntem Scharfsinn ausgebeutet worden. Zum Beispiel: „Gebt einmal 
zu, daß A fällt, wei] B, womit es ausgetauscht wird, steigt, obgleich unterdessen 
nicht weniger Arbeit auf A verausgabt wird, und euer allgemeines Wertprinzip 
lällt zu Boden. ... Wenn zugegeben wird, daß, weil der Wert von A 
relativ zu B steigt, der Wert von B relativ zu A fällt, ist der Grund unter 
den Füßen weggeschnitten, worauf Ricardo seinen großen Satz aufstellt, 
daß der Wert einer Ware stets bestimmt ist durch das Quantum der ihr 
Einverleibten Arbeit, denn wenn ein Wechsel in den Kosten von A nicht 
Mur seinen eigenen Wert im Verhältnis zu B, womit es ausgetauscht wird, 
Verändert, sondern auch den Wert von B relativ zu dem von A, obgleich 
kein Wechsel stattgefunden hat in dem zur Produktion von B erheischten 
Arbeitsquantum, dann fällt nicht nur die Doktrin zu Boden, die versichert, 
daß die auf einen Artikel verausgabte Quantität Arbeit seinen Wert reguliert, 
Sondern auch die Doktrin, daß die Produktionskosten eines Artikels seinen 
Wert regulieren.“ (J. Broadhurst: „Political Economy. London 1842“. 
PB. 11, 14.) 
Herr Broadhurst konnte ebensogut sagen: man sehe sich einmal die 
Zahlenverhältnisse 19/0, %/so, 19/00 usw. an. Die Zahl 10 bleibt unverändert, 
und dennoch nimmt ihre proportionelle Größe, ihre Größe relativ zu den 
Nennern 20, 50, 100, beständig ab. Also fällt das große Prinzip zu Boden, 
daß die Größe einer ganzen Zahl, wie 10 zum Beispiel, durch die Anzahl 
der in ihr enthaltenen Einer „reguliert“ ist.
	        
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