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leuchtung, vor der die Presse tagtäglich warnt. Tatsache
ist, dass die häufigen Unfälle der Acetylenindustrie
weit mehr geschadet haben, als alles andere.
Es ist Mode geworden, jede Explosion eine „Acetylenexplosion“
zu nennen, wenn auch in letzter Zeit in
den seltensten Fällen tatsächlich eine solche vorlag.
Ein gewisses Verschulden ist nicht abzustreiten. Von
unbefugter Seite werden billige, aber schlechte Apparate
auf den Markt geworfen, zum Teil, ohne dass ihre
Konstruktion genügend ausprobiert ist. Leider wurde auch
vielfach nicht das nötige Gewicht auf die Einfachheit und
Betriebssicherheit gelegt, zumal da die Apparate zuweilen
der ungeschicktesten Behandlung ausgesetzt
sind. Dazu kommt noch die ausserordentlich
schlechte finanzielle Lage der Acetylen-Industrie. Es
fehlen ihr die Mittel, durch eine wirksame, aber teure
Reklame den Angriffen in der Presse entgegen zu
treten und durch persönliche Agitation auf dem flachen
Lande, durch Reisende, Agenten etc. sich das Konsumgebiet
zu erobern. Oft auch sind einzelne Firmen
wegen schlechter Honorierung nicht in der Lage,
ihre Ingenieure längere Zeit zu behalten und der
häufige Personalwechsel bedingt stets neue Versuche,
neue Erfahrungen und damit neue Kosten. Hoffentlich
bringt aber die vom Acetylenverein selbst angestrebte
staatliche Aufsicht eine Sanierung der Industrie
und damit auch das Zutrauen des Kapitals
mit sich, das ihr jetzt vollkommen fehlt, (vergl. Abschnitt
IV).
Ein absolut sicheres, aber begrenztes Konsumgebiet
haben sich die Carbidwerke bei den Eisenbahnbehörden
erworben. Diese stellen aus dem
Acetylen und den bisher verwandten Fettgasen ein
Mischgas her, das mit grösserer Leuchtkraft als das
Fettgas allein verbrennt. Nachdem nun fast durch-