Full text : Die Calciumcarbidindustrie

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besondere  Verordnungen.  Die  verschiedenen  Ortspolizeivorschriften ­
  lieferten  die  Industrie  der  Willkür
und  subjektiven  Anschauung  einzelner  vielfach  aus.
Die  Bundesstaatsn  sind  jedoch  unter  Mitwirkung
der  beteiligten  Kreise  gerade  jetzt  mit  einer  Neuregelung ­
  dieser  Frage  beschäftigt.  Hoffentlich  wird
sie  im  allgemeinen  zur  Zufriedenheit  der  Interessenten
gelöst.

6.  Consoiu.
Die  Leichtigkeit,  mit  welcher  das  Acetylen  aus
dem  Calciumcarbid  durch  Uebergiessen  mit  Wasser
hergestellt  werden  kann  in  Verbindung  mit  der
Leuchtkraft,  mit  der  die  Flamme  verbrennt,  gibt  der
Acetylenbeleuchtung  ein  besonderes  Verwendungsgebiet. ­
  Ueberall  da,  wo  die  Petroleumlampe  nicht
ausreicht,  eine  Kohlengasanstalt  oder  ein  Elektrizitätswerk ­
  nicht  rentiert,  ist  die  Acetylenbeleuchtung  am
Platze,  also  bei  sogenannten  Blockstationen  zur  Beleuchtung ­
  einzelner  oder  mehrerer  Häuser,  bei  Zentralen
für  kleine  Gemeinden  etc.  Die  Rentabilität  des  Acetylens ­
  gegenüber  der  von  Gas  und  Elektrizität  beruht
weniger  in  der  Verringerung  des  Anlagekapitals  für  Acetylenzentralen, ­
  als  vielmehrinderder  Betriebskosten.  Eine
kleine  Gas-oder  Elektrizitätszentrale  muss  mindestens  mit
3  Mann  Bedienung,  das  heisst  miteinem  Personalkonto  von
ca.  4500  Mk.  pro  Jahr  rechnen,  während  eine  Acetylenanlage ­
  von  gleicher  Leistungsfähigkeit  die  Arbeit  eines
Klempners  für  1V2—2  Stunden  pro  Tag  verlangt.
Die  Besoldung  des  Klempners  ist  verhältnismässig  gering, ­
  zumal  da  ihm  die  Installation  der  Hausanschlüsse
etc.  meist  überwiesen  wird.  Die  Zentralen  sind  das
gegebene  Entwickelungsgebiet  für  die  Acetylenbeleuchtung. ­
  Es  sind  immerhin  grössere  Anlagen,  die
von  renommierten  Firmen  und  deshalb  sachgemäss
            
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