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noch 6 % Dividende zahlen, hatte dafür aber im Jahre
1901 ein linkes Saldo von 1241677 Fres. Da die
meisten Carbidfabriken Ende 1900 gleichzeitig in
Betrieb kamen, so drückte die Ueberproduktion derartig
die Verkaufspreise, dass die wenigsten Werke
überhaupt die Betriebsunkosten decken konnten. Die
wenigen Betriebsüberschüsse, die bekannt geworden
sind, reichten zu einer Dividendenausschüttungnicht aus.
Wenn auch die Dividenden an und für sich selbst
keinen absoluten Beweis für die Lage einer Industrie
liefern, einmal, weil allgemein noch andere Faktoren
hier mitsprechen und weil in diesem Falle die diesbezüglichen
Unterlagen nicht vollständig genug sind,
so zeigt doch die ausserordentliche Höhe der zwangläufigen
Finanzverpflichtungen bei fast sämtlichen
Fabriken, wie sie zum Teil auch aus den Grundbüchern,
Handelsregistern etc. zu ersehen sind, in
wieweit die einzelnen Werke engagiert sind. Die
ausserordentliche Höhe der Obligationen, Annuitäten,
Hypotheken ist der schlagendste Beweis dafür, dass
den einzelnen Werken die Beschaffung der Geldmittel
für die Weiterführung des Betriebes auf Grund ihrer
Erfolge nicht möglich war, sondern dass sie gezwungen
waren, Anleihen zu erheben.
Als ein weiterer Beweis für die schlechte Lage
der Industrie ist der Umstand anzusehen, dass viele
grössere Werke die Beschaffung neuer Mittel durch
Zusammenlegen und Ausgabe von Vorzugsaktien
(siehe Anlage) und nicht zum mindesten durch
Umwandlung der Gesellschaftsformen etc. bewirkten.
Die aut diese Art und Weise gewonnenen Geldmittel
dienten lediglich als Betriebskapital; zum Ausbau oder
zur Erweiterung der Anlage wurden sie nur in den
seltensten Fällen verwandt, da die Ueberproduktion
jede weitere Expansion verhinderte. Die zahlreichen