Uohlman, Laienbrevier.
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Die Bedeutung des Tausches im ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß
schauung aber sagen: Nein, es hat sich vermindert,
denn wir haben vom Ausland laut Statistik für 150000
Mark „gekauft", aber nur für 100000 „verkauft".
Nach dieser Logik führen also Fleiß, Sorgfalt,
Runst, Güte der Arbeit im internationalen Verkehr
Zum wirtschaftlichen Ruin, dagegen Geschmacklosigkeit,
Unachtsamkeit, Lottrigkeit zum wirtschaftlichen Aufschwünge.
Der beste Fall ist schließlich noch der dritte:
Angenommen, das Schiff mit den ausgehenden
Maren komme überhaupt nicht im Bestimmungshafen
an, es werde von einer kriegführenden Macht gekapert
und versenkt. In diesem Falle ist der Zuwachs des Volksvermögens
nach jener Auffassung am allergrößten, denn
nun kann der Brasilianer gar keinen Raffee schicken,
und die Handelsstatistik in Hamburg liest sich wie folgt:
Ausfuhr 100 000 Mark, Einfuhr 0 Mark.
Um Irrtümer zu vermeiden, wollen wir hier nur
gleich erwähnen, daß es sich bei Ein- und Ausfuhrziffern
der Handelsstatistik selbstredend immer nur um
die relative Zunahme oder Abnahme des Volksvermögens
handelt, soweit diese sich auf den internationalen
Verkehr beziehen.
Die hauptwerte erzeugt ein Volk in sich, und
daher kann es sogar bei einer wirklich ungünstigen
Handelsbilanz in unserem Sinne dennoch reicher und
reicher werden. Das beweist Nordamerika. Dort übersteigt
die Ausfuhr die Einfuhr seit langer Zeit um
ein Beträchtliches, im Jahre 1904 um 82 Millionen
Pfund — 1640 Millionen Mark, aber günstig ist das
vicht, denn hierin liegen ungeheure Warenmengen, die
unter die Rubrik vom Tausche von Sachen gegen Rechte
fallen.