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Die Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß
Und wenn ein Volk bei Einfuhrüberschuß dennoch
wirtschaftlich zurückgeht, wie es immerhin vorkommen
kann, dann liegt es daran, daß es gegen diese seine
Einnahme anstatt Zachen Rechte zu tauschen genötigt
ist, worauf wir in Rap. 5 C noch zu sprechen kommen.
Der internationale Warenaustausch läßt uns auch
noch einen Blick tun in das Gebiet, das durch die
fortgesetzte Ñrbeitsteilung der Völker erschlossen wird.
Es gibt Pessimisten, die der Ñnsicht sind, daß
ein beiderseitig erfolgreicher Warenaustausch nur mög
lich sei zwischen Völkern, von denen das eine vorwiegend
agrarisch, das andere vorwiegend industriell sei, und
die befürchten, daß mit der fortschreitenden Industriali
sierung der sämtlichen Rulturvölker eine Stagnation
eintreten werde, da jedes Volk alle seine Bedürfnisse
selbst herzustellen in der Lage sein werde.
vor einer solchen Zukunft bewahrt uns der Ģang
der Menschen nach Ñrbeitsteilung, nach Befriedi
gung ihrer Bedürfnisse auf dem möglichst
leichten Wege, zumal die Natur selbst auf Ñrbeits
teilung hinweist.
Die klimatischen Verhältnisse der Erdoberfläche
sind so verschieden, und die Bedürfnisse, die der Rultur-
mensch verlangt, gleichfalls, daß es immer irgendwo
in der Welt eine Gegend geben wird, wo irgendein
Bedarfsartikel mit besonderer Leichtigkeit hervorgebracht
werden kann.
Ñuch sind die Befähigungen der Volker so ver
schieden, daß sich zur Herstellung irgendeiner Gruppe
von Bedarfsgegenständen stets immer ein besonderes
Volk als das geeignetste erweisen wird.
Man hat aus der Industrialisierung fremder Völ
ker und der unleugbaren Tatsache, daß gewisse Fabri-