Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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i.  Kapitel

bannen  (too  der  deutsche  sich  leider  in  früheren  Jahrhunderten ­
  viel  zu  reichlich  getummelt  hat)  und  vom
Erwerbsleben  ausschließen.  Gewiß  würden  manche  auch
noch  aus  Ehrgeiz  Großes  leisten,  ohne  auf  Entlohnung ­
  dafür  zu  sehen,  aber  dem  Fortschritt  die  Triebfeder ­
  der  Selbstsucht  nehmen,  heißt,  ihn  in  dem  Maße
verlangsamen,  in  welchem  die  Selbstsucht  verbreiteter
ist,  als  der  Ehrgeiz.
Außerdem  sorgt  schon  der  Wettbewerb  auf  geistigem
Gebiete  dafür,  daß  der  Erfinderlohn  kein  allzu  großes
Übergewicht  über  den  Arbeitslohn  erlangt-  ja  die
Patentgesetzgebung  in  allen  Kulturländern  beweist,
daß  er  ohne  besonderen  Schutz  nicht  einmal  auf  der  höhe
gehalten  werden  kann,  die  dem  Gefühl  einer  gerechten ­
  Entlohnung  für  die  geleistete  geistige  Arbeit  entspricht. ­

Also,  wo  der  Erfinder  seine  Maschinen  in  direkter
weise  der  Landarbeit  zur  Verfügung  stellt,  kann  von
einer  Ausbeutung  der  letzteren  zugunsten  des  ersteren
keine  Rede  sein,  und  dasselbe  gilt  demnach  von  jeder
kristallisierten  Arbeit.
hieran  ändert  die  Tatsache  gar  nichts,  daß  diese
heute  zum  größten  Teil  als  ganz  abstraktes  Kapital
auftritt.  Dadurch  werden  die  Wechselwirkungen  des
Tausches  von  Sache  gegen  Arbeit  im  modernen  Betriebe
wohl  außerordentlich  dicht  verschleiert,  aber  doch  nicht
aufgehoben.
Man  begegnet  immer  wieder  der  Ansicht,  daß,  wenn
sich  jemand  an  der  Börse  eine  Industrieaktie  kauft,
und  die  Dividende  genießt,  dieses  im  Grunde  genau  so
gut  eine  arbeitslose  Rente  darstelle,  wie  sie  ohne
Zweifel  aus  dem  Besitz  des  Grund  und  Bodens  fließt.
Gewiß,  wenn  der  Gewinn  des  industriellen  Unter-
            
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