Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die  Bedeutung  des  Tausches  im  Krbeits-  u.  Wertbildungsprozeß

bahnen,  Straßenbahnen  usw.  über  See  sind  mit  englischem ­
  Gelde  gebaut,  und  die  Entlohnung  hierfür  ist,
sowie  sie  die  normale  Verzinsung  und  Amortisation
überschreitet,  nicht  etwa  eine  Vergütung  für  die  Transportleistung,
  sondern  ein  Ausfluß  des  Rechtes,  daß
niemand  anders  diesen  Weg  benutzen  kann,  als  die
Desellschaft,  die  den  Betrieb  inne  hat.
Dadurch  sind  die  überseeischen  Länder  wirtschaftlich ­
  schwer  belastet,  und  das  entspringt  ganz  einfach
aus  der  Ungleichheit  des  Tausches,  den  sie  eingegangen
sind.  Sie  gaben,  um  mit  Nietzsche  zu  reden,  „ein  Ewiges
für  ein  Heute  hin".
Darin  liegt  der  Fehler.  Wären  diese  Rechte  des
Rodenbesitzes  und  des  Weges  zeitlich  begrenzt  gewesen, ­
  so  wäre  der  Tausch,  anstatt  wie  heute  einseitig
nutzbringend,  auf  beiden  Seiten  so  gewesen.
Wenn  es  schon  unter  Volksgenossen  schädlich  ist,
ewige  Rechte  gegen  einen  vorübergehenden  Vorteil
hinzugeben,  so  ist  es  für  ein  Volk  einem  anderen
gegenüber  geradezu  ein  verbrechen  an  seinem  nationalen ­
  Leben,  wenn  es  so  handelt.  Alle  Naturvölker
haben  dieses  auch  immer  gefühlsmäßig  zu  vermeiden
gesucht.  Erst  wo  der  römisch  rechtliche  Sachbegriff  die
llöpfe  verwirrt  hat,  ist  jener  Tausch  entstanden,  den
die  wirtschaftlich  und  politisch  stärkeren  Völker  nur  zu
bereitwillig  benutzen,  um  andere  schwächere  sich  tributpflichtig ­
  zu  machen.
Sn  der  Verkennung  dieser  Tatsache  liegt  auch  für
uns  eine  große  nationale  Gefahr.  Wir  haben  kein  Gesetz,
das  es  z.  B.  dem  englischen  oder  amerikanischen  Rapita!
verbietet,  sich  unserer  gesamten  Rohlen-  und  Ralischätze
Zu  bemächtigen,  und  es  wird  ein  furchtbares  Erwachen
fein,  wenn  es  einmal  geschehen  sollte.  Rlan  vergesse
            
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