Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die Bedeutung des Tausches im ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß 
Unter welchen Umständen wird sich da der Tausch 
von Zache gegen Ñrbeit vollziehen, d. h. wann wird 
die einheimische Bevölkerung bereit sein, ihre Arbeits 
kraft in den Dienst des Unternehmens zu stellen? 
Doch nur, wenn sie gegen ihre frühere 
Lebenshaltung einen Vorteil davon hat. 
Diese Lebensbedingungen mögen nun die denkbar un 
günstigsten gewesen sein, und sie mögen auch nach 
Etablierung der Fabrik noch ungünstig bleiben. Tat 
sache ist aber doch, daß hieran nicht das Fabrik 
kapital die Zchuld trägt, ja, daß es die Arbeits 
verhältnisse unter allen Umständen gebessert hat. Bei 
erfolgreicher Ausdehnung des Betriebes wird sogar die 
Wahrscheinlichkeit eintreten, daß ohne Zuzug von 
außen viel eher Arbeitermangel als -Überfluß vorhanden 
sein wird, so daß die Arbeiter bei vollkommener poli- 
tischer Freiheit es in der Hand haben werden zu erklären, 
einen wie hohen Anteil sie aus dem Betriebe be 
anspruchen bis zu seiner Erschöpfung. 
Also in diesem Falle kann doch unmöglich von 
irgendeiner Ausbeutung der Arbeit durch das Maschinen 
kapital die Rede sein. 
Anders gestaltet sich aber die Lage, sowie 
wir den 4. Faktor ins Bereich der Erwägung ziehen, 
das Recht über die Verfügung der lvasserkräfte. 
Wie verlautet, geht die Ztickstoffabrikation nach 
Skandinavien, weil man dort noch die billige Wasser 
kraft zu erhalten hofft, die die Ausnützung der Er 
findung überhaupt ermöglicht. 
Daraus erhellt, daß vom Rechte der Benutzung 
dieser Rräfte das ganze Unternehmen abhängig ist, 
ja, daß der heutige Besitzer dieser Rechte es in der 
Hand hat, zu bestimmen, wie hoch sein Anteil am
	        
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