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5. Kapitel
sches reden und volkswirtschaftlich nur dann, wenn die
Fremden, die ins Land geholt werden, denselben stan
dard of life haben wie die heimischen Arbeiter. Ge
wiß, wenn ein ostpreußischer Rittergutsbesitzer
10000 Mark gegen polnische Arbeit eintauscht, so ist
er um die Differenz reicher, die zwischen den deutschen
und polnischen Arbeitslöhnen liegt- ebenso ist der Pole
um das reicher, was er mehr verdient als in seiner
Heimat. Aber Verdienst und Verlust der einzelnen
sind, wie schon einmal erwähnt, nicht gleichbedeutend
mit Zunahme und Abnahme des Volksvermögens, und
bei dem erwähnten Tausch ist der volkswirtschaftliche
Vorteil entschieden auf seiten des Landes, das die Ar
beit stellt. Denn, wenn eine solche polnische Ar
beitertruppe durch Verzicht auf alle dem deutschen Ar
beiter eigentümlichen Bedürfnisse, 5000 Mark mit über
die Grenze nimmt, dann entzieht sie dem deutschen
Ivirtschaflsgebiet ein Ivertobjekt, das bei deutscher Ar
beit im Lande geblieben wäre und zur Hebung des Kon
sums beigetragen hätte, der Hauptsache und nicht Neben
sache ist.
3nt Zchlußkapitel kommen wir noch auf dieses
Eindringen eines Fremdkörpers in den nationalen
Produktions- und Konsumtionsprozeß zu sprechen.
C. Dom Tausche einer Zache gegen ein Recht,
oder
der Grund und Boden als Huelle der Arbeit.
Wir haben gesehen, daß der volkswirtschaftliche
Wert des Tausches darin liegt, daß Dinge und Menschen,
die sich gegenseitig brauchen und ergänzen, zueinander
kommen.
3u den wichtigsten und unentbehrlichsten Dingen,