Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die  Bedeutung  des  Tausches  im  Ñrbeits-  u.  Wertbildungsprozeß
hierliegtderUrsprungderGrundrente,
heute  so  viel  Kopfzerbrechen  macht:  sie  hat  eben,
wie  Ñdam  Smith  schon  sehr  richtig  erkannt  hat,  einen
politischen  und  nicht  einen  wirtschaftlichen  Hintergrund. ­
  verfolgen  wir  sie  einmal  von  dieser  ihrer
Quelle  bis  zur  Bildung  des  allgewaltigen  und  allverschlingenden ­
  Stromes,  vor  dessen  Wirkungen  wir
heute  ratlos  stehen.
Es  ist  ohne  weiteres  klar,  daß  in  diesem  frühesten
Stadium  der  Grundrente  von  einer  Freiheit  des  Tausches
einer  Zache  gegen  das  Recht,  ein  gewisses  Stück  Land
benutzen  zu  dürfen,  keine  Rede  sein  konnte,  denn  die
Vorenthaltung  dieses  Rechtes  bedeutete  junger  und
Schutzlosigkeit.  Somit  war  auch  dieser  Tausch  durchaus
einseitig  vorteilhaft.  Rlan  ließ  der  Ñrbeit  nur  so  viel,
als  sie  zur  Fristung  ihres  jämmerlichen  Daseins
brauchte.  Rur  in  den  Klöstern  und  auf  geistlichen
Besitztümern,  wo  immerhin  eine  gewisse  Milde  und
nicht  krasser  Egoismus  die  Grundrente  diktierte,  waren
die  Nutznießer  des  Landes  besser  gestellt,  als  der  Durchschnitt. ­
  Daher  das  wort,  daß  es  sich  unterm  Krummstabe ­
  gut  leben  lasse.  Dennoch  sammelte  sich  dort  und
in  den  Burgen  der  Feudalherrn,  was  überhaupt  an
Merten  jener  Zeit  erzeugt  wurde.
Mit  dem  hochkommen  der  freien  Städte  tritt  insofern ­
  eine  gewisse  Verschiebung  ein,  als  die  Vermögensbildung ­
  durch  die  Grundrente  eine  breitere  wird,  und
auch  beim  Tausch  von  Sache  gegen  Bodennutzungsrecht
eine  gerechtere  Verteilung  einsetzt,  weil  der  Tausch  freier
wird.  Das  kommt  daher,  weil  die  Personen,  die  über  den
Grund  und  Boden  als  Herren  verfügen,  zum  Teil  dieselben ­
  sind,  die  ihn  auch  als  Werkstätte  benutzen.  Die
städtischen  Machthaber  hatten  ein  Interesse  daran,  den
            
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