Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

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Die Bedeutung des Tausches im Ñrbeits- u. Wertbildungsprozeß 
die öffentliche Meinung dahin, diesen Tausch mit allen 
Mitteln zu erleichtern. So wurde die Mobilisierung 
des Grund und Lodens immer weiter ausgebaut. Man 
hielt es für einen Gewinn, wenn ein Stück Land mit 
derselben Leichtigkeit gekauft, verkauft und beliehen 
werden konnte wie eine Mare, ja man sicherte die 
Beleihung noch über das bei Maren mögliche Maß 
hinaus. 
Dadurch glitt in allen Ländern, wo diese Wirt 
schaftsauffassung die Gesetze beeinflußte, die Grund 
rente sehr schnell in die Hände derer, die die Sachgüter 
Zu vergeben hatten, also in die des mobilen Kapitals, 
während sie dort, wo man die Mobilisierung nicht 
mitmachte, z. B. in England, zum größten Teil noch 
in die Hände der alten Feudalherrn fließt. 
Sn keinem Falle ist der Tausch einer Sache gegen 
Bodenrechte wirklich frei. Diese Freiheit ist nur schein 
bar, denn das Tauschobjekt auf der einen Seite ist ein 
solches, das seinen wert aus der freien Betätigung 
menschlichen Fleißes schöpft, während der wert 
des anderen von den Rechtsformen abhängig 
ist, die von einer herrschenden Klasse zu 
ihren Gunsten geschaffen werden. 
was die Beeinflussung der Gesetzgebung in dieser 
Einsicht bedeutet, zeigen unsere Bergwerksverhältnisse. 
Bis zum 1. Oktober 1865 konnte der preußische Staat sich 
alle Kohlenfelder, die er brauchte, durch bloße Erklä 
rung der Bergbaubehörden sichern, und selbst bei den an 
Private verliehenen Rechten zeigte sich die Ñnerkennung 
seines Eigentumsrechtes durch die hohen ñbgaben, Vio 
bis fast Vs des Ertrages, die er erhob. Er führte ge 
naueste Kontrolle über den Betrieb und erklärte alle 
Drüben wieder als in das landesherrliche Regal ver-
	        
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