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Das subjektive Gefühl als wirtschaftlicher Faktor
häufig nur bei einigen führenden Persönlichkeiten, das
Defühl des Vertrauens bestehen bleibt oder zerbricht.
Einen Faktor aber, der so mächtig wirken kann, wird
man wohl berechtigt sein, als einen wirtschaftlichen
anzusprechen.
In der Tat beruht ja auch heute ein ganz großer
Teil unseres lvirtschaftslebens lediglich auf Krebit, auf
Vertrauen, also auf Gefühl. Tine Erschütterung des
Vertrauens hat daher auch ganz unermeßliche wirtschaftliche
Verluste im Gefolge, die naturgemäß um
sa größer sind, je größer vorher die Einwirkung des
Kredits auf die lvertbildung war. Bet waren bringt
eine Krisis zunächst einen Preissturz, da die Kaufkraft
der Masse abnimmt, und viele Warenlager verschleudert
werden müssen, aber bald folgt durch Einschränkung
der Produktion ein gewisser Ñusgleich, der
langsam zur Überwindung der Krisis führt. Die größten
Katastrophen treten dort ein, wo der Kredit geradezu
einen Faktor der Preisbildung darstellt, nämlich
beim spekulativen Grundbesitz. Line Ware kann
sich nie lange im werte von ihrer Herstellungsbasis entfernen,
wenn schon diese sich natürlich bedeutend verschieben
kann,' auch der landwirtschaftliche Grund und
Boden wird in einem ungefähren Verhältnis zu seinem
Ertrag bleiben,' aber in den spekulativen werten unserer
Großstädte kann die Erschütterung des Vertrauens
Entwertungen herbeiführen, die alles bisher Dagewesene
in den Schatten stellen. Denn hier handelt es sich um
gänzlich eingebildete werte, wenn ein Mietshaus in
Berlin 35000 Mark Miete bringt, wird es mit zirka
500000 Mark bewertet. Davon entfallen zirka
200 000 Mark auf das Gebäude, 300 000 Mark auf den
Drund und Boden, bei einer hypothekarischen Belastung,