Full text: Laienbrevier der National-Ökonomie

S UM 
Militili! ; i i ! 
Schlußfolgerungen 
Individuen, zu immer steigendem Wohlstände und 
höherer Lebensführung, und 
2. wie kommt der einzelne in seinem Volke dazu, 
und welches sind die Vorbedingungen dafür, daß ihm 
bei der bestehenden Arbeitsteilung aus dem Gesamt- 
arbeitsertrage der Nation derjenige Anteil werde, der 
seiner Arbeitsleistung entspricht? 
Betrachten wir zunächst den ersten Fall: 
wir haben als höchstes Wertobjekt den leistungs 
fähigen und bedürfnisfähigen Menschen erkannt. Ich 
gehe hier in der Bewertung des Menschen noch über 
Friedrich List hinaus, der die produktiven Kräfte, werte 
Zu erzeugen, höher schätzt als die werte selbst, ich möchte 
den Nachdruck noch mehr auf bedürfnisfähig, bedürfnis 
heischend als leistungsfähig legen, da, wie wir gesehen 
haben, ja die Bedürfnisse allein den Dingen ihren wert 
verleihen. 
Die englische Nationalökonomie hat das großar 
tige Wort The Standard of Life geprägt, ein Wort, 
das lange nicht genug genannt wird. Man versteht 
darunter bekanntlich eine mittlere Lebenshaltung, eine 
Lebenshaltung, die durch Beispiel der wohlhabenderen 
in den breiten Schichten des Volkes Eingang findet, 
und unter die hinabzusinken der einzelne als Ent 
behrung empfindet. 
Die Hebung dieser mittleren Lebenshaltung in den 
breitesten Schichten, das ist der weg zum Reichtum 
der Völker,' sie bedingt den stets wachsenden Güter 
austausch, die Bewegung, welche wir allein als wert 
bildend anerkennen. Der Reichtum des einzelnen mag 
in Sachobjekten zum Ausdruck kommen, der Reich 
tum eines Volkes ist ein Zustand und keine 
179 12«
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.