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Über ökonomische Werte
fenster des Schuhwarenhändlers und erst recht nicht,
wenn sie aus der Stiefelfabrik hervorgehen.
Der Zweck der Ware ist nicht ihre Hervorbringung,
sondern, um es kraß auszudrücken, ihre Vernichtung
durch Gebrauch, Abnutzung oder sofortigen Konsum.
3n anderen Worten : eineSachehat erst dann
ihren vollen wert, wenn sie dahin kommt,
wo man sie braucht.
Die Tatsache, daß sie produziert worden ist,
bedeutet noch gar nichts.
Was heißt überhaupt produktiv? Das Wort,
auf menschliche Tätigkeit angewandt, ist ohne den
Hintergrund menschlicher Bedürfnisse gänzlich inhaltlos.
Ein Winzer z. B., der seinen Weinberg pflegt,
ist produktiv, solange die Nlenschen wein trinken. Dieselbe
Arbeit wird unproduktiv in dem Augenblick, wo
das Weintrinken aus der Mode kommt.
Das ist der Grundzug, der den ganzen Produktionsprozeß
beherrscht. Der Wille zum Konsum ist
unter allen Umständen der maßgebende
Faktor.
Wollte ein türkischer Staatsmann die Papierindustrie
seines Landes fördern, so würde der weg über
Prämien und Schutzzölle nie zum Ziele führen, wohl
aber der über Volksbildung, Aufklärung, Preßfreiheit
und der damit entstehenden Nachfrage nach Papier.
fördert man den Konsum, so hebt sich die Produktion
von selbst. Die mathematische Gewißheit, daß
sich durch Förderung der Produktion auch der Konsum
ļ)ebt, hat man aber nicht.
Diejenigen Volker erfreuen sich des größten Fortschrittes
und Wohlstandes, die den größten INasfen-