Full text : Laienbrevier der National-Ökonomie

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Arbeit  und  (Eigentum

^îese  können  ihn  erhalten  und  daraus  ergibt  sich,
daß  auch  nur  das  Volk  in  seiner  Gesamtheit  ein
Eigentumsrecht  an  diesem  Grund  und  Boden  beanspruchen ­
  kann.
Wie  lächerlich  es  ist,  wenn  einzelne  sich  solches
anmaßen,  sehen  wir  an  einer  Erscheinung,  wie  die  des
t-ebaudy,  des  „Kaisers  der  Sahara",  hätte  er  Macht
9enug  gehabt,  seinen  Ansprächen  Geltung  zu  verschaffen,
würde  niemand  lachen.  Dann  wäre  er  vielleicht  der
egründer  einer  neuen  Dynastie,  zu  der  künftige  3eien
  in  Bewunderung  emporgeschaut  hätten.
Ganz  anders  liegt  es  nun  dort,  wo  in  einem
Dolke  der  Kampf  ausgeschaltet  ist,  wo  also  die
.beit  die  einzige  Quelle  des  Eigentums  ist  oder  wenigstens ­
  sein  müßte,  hier  hat  jeder  unstreitig  das
^echt,  zu  sagen:  dieses  habe  ich  hervorgebracht,  dies
m  mein,  und  er  kann  sein  Eigentumsrecht  dadurch
ekunden,  daß  er  sein  Werk  wieder  zerstört,  wenn
man  es  ihm  zu  nehmen  gesonnen  wäre.
Wir  glauben  nicht,  daß  Menschen  je  dieses  innerste ­
  Eigentumsrecht,  nämlich  das  des  Schöpfers  an
seinem  Werk,  aufgeben  und  zugunsten  der  Gesellschaft
n  treten  werden.  Daß  sie  es  hin  und  wieder  unter
em  Zwange  religiöser  Anschauungen  getan  haben,  beweist ­
  nichts.  Das  find  minimale  Ausnahmen  geblieben.
ensogut  konnte  man  aus  der  Tatsache,  daß  es  Mönche
und  Nonnen  gibt,  den  Schluß  ziehen  wollen,  die  ganze
Şlt  könne  ein  Klosterleben  führen.
Der  Mensch  will  den  Ertrag  seiner  Arbeit  für
şich  und  die  Seinen,  d.  h.  seine  engere  Familie,  und
das  Recht  auf  den  vollen  Arbeitsertrag  bildet  somit
auch  einen  der  Ecksteine  volkswirtschaftlicher  und  so-Zmlwissenschaftlicher
  Untersuchungen.
            
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