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gegengesetzt ist : damals hatte die Zahl der Kleinbetriebe
beträchtlich zugenommen, während die der Grossbetriebe
sehr abgenommen hatte; jetzt verschwindet das länd
liche Kleineigentum vor dem Grossbetriebe.“*)
Wir behaupten natürlich nicht, dass diese Betriebs-
concentration eine allgemeine Erscheinung sei. Die Agrar
statistik von Deutschland ergiebt z. B. ganz entgegen
gesetzte Resultate.**) Aber wir haben doch gesehen, dass
in allen Ländern, selbst wenn die Zahl der Kleinbetriebe
zunimmt, die Zahl der unabhängigen Kleinbauern, der
bäuerlichen Grundbesitzer, unaufhörlich abnimmt.
3. Industrielle Betriebe.
Die industrielle Concentration schliesst die Klein
producenten von den Hauptindustriezweigen aus und ver
weist und verbannt sie in diejenigen Industrieen, deren
localer, specieller, künstlerischer oder Luxuscharakter die
Teilung der Arbeit, die Einführung von Maschinen und das
Zusammenwirken vieler Arbeiter nicht gestattet oder noch
nicht gestattet. Aber andernteils ist nicht zweifelhaft, dass
die Entwickelung des Capitalismus die Zahl dieser In
dustrieen und ihrer Betriebe vermehrt.
Zuerst werden auf dem Lande die kleinen Producenten,
die Handwerker, die für den localen Markt arbeiten, not
wendigerweise zahlreicher und zwar in dem Masse, wie
die Production der Gebrauchswerte für den häuslichen
Gebrauch der Production von Tauschwerten Platz macht.
Zweitens lässt die Specialisierung der Arbeit, während
die grossen Industrieen sich concentrieren, immer neue
Industrieen emporspriessen, gleichsam Ableger von dem
Hauptstamm der Production. So finden wir z. B. in der
letzten Gewerbezählung der Provinz Hennegau neben der
*) Einleitung, pag XLI (Brüssel, 1900).
**) Hertz: Die agrarischen Fragen im Verhältnis zum
Socialismus (Wien, 1899), pag. 53 ff.