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schied, wie zwischen den Zweigen, die die Bäume eines
Waldes krönen, und denen, die ein Gebüsch um einen
Baumstumpf bilden.
Die ersten entlehnen ihre Lebenskraft, alle ihre
Existenzbedingungen dem grossen Baume der capitalisti-
schen Production : er ist es, der ihnen das Leben giebt,
von ihm sind sie vollkommen abhängig.*)
Die anderen dagegen kämpfen um ihr Leben gegen
den Riesen, dessen Wurzeln und dichte Belaubung sie
der nährenden Kraft der Erde und der belebenden Strahlen
der Sonne berauben: sie bewahren ihre Selbständigkeit,,
aber sie vegetieren nur und mühen sich vergeblich ab,
mit der sicheren Aussicht, doch eines Tages vollständig
zu verschwinden.
§4-
Zusammenfassungun d Schlussfolgerungen.
Was wir schliesslich von den Einwürfen, die wir haben
Revue passieren lassen, festhalten müssen, das ist folgen
des : die capitalistische Concentration, die aus der höheren
Productivität der gemeinschaftlichen Arbeit resultiert, setzt
sich nicht mit der Schnelligkeit und der Einfachheit durch,
wie man glauben könnte, wenn man einseitig nur die
Hauptindustrieen zum Gegenstand seiner Beobachtungen
macht.
Im allgemeinen ist es nicht zweifelhaft, dass die Eigen-
production für die häuslichen Bedürfnisse abnimmt, dass
das Plandwerk sich in die Fabrik verwandelt, die collective
Fabrik in die concentrierte. Aber aus der Thatsache, dass
*) Kowalewsky, a. a. O., pag. 173: ,,Es ist ein be
sonderer und eigentümlicher Zug unserer Kleinindustrie, die die
Russen Kustarnaja promyschlenost nennen, indem sie sie mit
einem Bäumchen vergleichen, dass sie nicht nur die natürliche
Entwickelung der ursprünglichen hauswirtschaftlichen Industrie,
sondern auch eine Abzweigung der capitalistischen Gross
industrie ist.“