Bibliothek des Instituts
für Weltwirtschaft Kiel
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471 arbeiteten mit Deficit
888 verteilten keine Dividende
641 gaben o—5 0/0
734 „ 5—10 %
149 „ 10—150/0
64 „ 15—20 0/0
39 „ 20—30 0/0
18 „ 30—40 o/o
21 „ mehr als 40 0/0,*)
so z. B. die Kohlenbergwerksgesellschaft Arenberg
(Essen) 80 0/0, die Zuckerfabrik Göttingen 831/2 %, die
Transportgesellschaft in Dresden 100 0/0, die oberschlesische
Actiengesellschaft für Holzstofffabrication
120 0/0 !
Was man also zur Rechtfertigung der enormen Profite
einzelner Capitalisten anführt, das ist, dass ihnen auf
der anderen Seite der Zusammenbruch oder Bankerott
ihrer unglücklichen Concurrenten gegenübersteht. Aber
das spricht in unseren Augen gerade gegen ein System
socialer Unsolidarität, das einigen wenigen Riesengewinne
sichert, während es nicht nur die mehr oder weniger für
ihre Thaten verantwortlichen Unternehmer, sondern auch
die beschäftigten Arbeiter allen Zufälligkeiten der Concurrenz,
der Agiotage und der Speculation aussetzt.
Dass unter der heutigen Wirtschaftsordnung die Profite
der Capitalisten notwendigerweise eine Risicoprämie einschliessen,
wollen wir nicht bestreiten ; wir behaupten
nur und können das leicht beweisen, dass diese Risicoprämie
ihre Existenzberechtigung in einer socialen Organisation
der Arbeit verlieren würde.
Wenn heute) in der That diese oder jene Unternehmung
unzweifelhaft Gefahr läuft, mit Verlust zu arbeiten, so
*)VanderBorght: Die deutschen Actiengesellschaften
im Jahre 1891—92. (Jahrbücher für Nationalökonomie und
Statistik, 1893, pag. 575.)
Vandervelde: Die Entwickelung zum Socialismus. s