Full text: Die Theorie des Geldes

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Bedarf an Geld. 
Anzahl der Zahlungen, welche mit Hülfe eines und 
desselben Geldstückes innerhalb z. B. eines Jahres aus 
geführt werden, eine sehr grosse sein, und es brauchen 
doch darum die Zahlungen noch keineswegs sehr rasch 
auf einander zu folgen, sondern können möglicherweise 
zeitlich sehr weit auseinander liegen, indem sie sich 
vielleicht ziemlich gleichmässig über das ganze Jahr 
vertheilen. Und ebenso lässt es sich denken, dass um 
gekehrt die Anzahl der Zahlungen, zu welchen ein 
und dasselbe Geldstück innerhalb eines Jahres Verwen 
dung findet, eine sehr kleine ist, und dabei doch die 
Baschheit der Aufeinanderfolge der einzelnen Zahlun- 
t?en, zu welchen ein und dasselbe Geldstück benutzt 
wird, eine sehr grosse ist, indem sich vielleicht die be- 
betrelfenden Zahlungen auf einen ganz kleinen Theil 
des Jahres zusammendrängen. 
Man sieht also, die ganze Theorie von der Be 
stimmung des Geldbedarfs durch die sog. „Circulations- 
geschwindigkeit“ des Geldes erweist sich bei näherer 
Betrachtung als ein durchaus leerer und nichtssagender 
Formalismus. 
Zu alledem kommt noch hinzu, dass diese Theorie 
iinch nicht den geringsten Anhaltspunkt darbietet, um 
in irgend einem concreten P\dl, sei es nun für dieses 
oder jenes Land, den Geldbedarf auch nur annähe-
	        
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