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nach dem Regen, um nach einem oder zwei Jahren wieder
zu verschwinden, infolge der durch die Concurrenz verursachten
leichten Warenbeschaffung auf Credit.*)
Kurz, der Kleinhandel ist der bevorzugte Unterschlupf
für alle vom Capitalismus Niedergeworfenen, für alle diejenigen,
die der harten Arbeit in der Fabrik den mageren
Verdienst des Zwischenhändlers vorziehen oder für diejenigen,
die in Industrie und Landwirtschaft kein genügendes
Auskommen finden und sich dadurch zu helfen suchen, dass
sie irgend eine Budike aufmachen. Das erklärt besonders
die Vermehrung, das Aufspriessen der kleinen Wirtshäuser
; denn von allen Arten des Zwischenhandels ist
eine kleine Kneipe am leichtesten und mit den geringsten
Mitteln aufzuthun.
Aber es wäre ein schwerer Irrtum, wenn man annehmen
wollte, dass diese Zwerguntemehmungen — die
von der officiellen Statistik als selbständig gezählt werden
— im allgemeinen als das persönliche Eigentum ihrer
Inhaber betrachtet werden könnten. Eine grosse und mit
der Entwickelung des capitalistischen Systems beständig
wachsende Zahl von ihnen hat nur den Schein von Unabhängigkeit
und ist thatsächlich mehr oder weniger direct
in den Händen einiger industrieller oder commercieller
Grosscapitalisten.
Mit sehr wenigen Ausnahmen besitzen alle Brauereien
von einiger Bedeutung zur besseren Verbreitung ihres
Productes eine mehr oder weniger grosse Zahl von Kneipen
und in Belgien sogar von socialistischen Volkshäusern.
Und da die Erfahrung bald gelehrt hat, dass der
Verkauf von Schnaps für diese Häuser viel vorteilhafter
ist, als der von Bier, so sind eine Anzahl von Brauereien
zugleich Grosshändler mit Liqueuren.
*) Vergl. W. Borgius: Wandlungen im modernen Detailhandel
(Archiv für sociale Gesetzgebung, 1898, 1. Heft).