Ein politisches Ereignis irgendwo am anderen Ende
der Welt, ein Krieg, eine Missernte, eine technische Revo
lution, ein Wechsel im Steuer- oder Zollsystem, kann von
einem zum anderen Tage den intelligentesten und vor
sichtigsten Industriellen ruinieren.
Die Boeren belagern Kimberley : das bedeutet ein
Unglück für die Diamantschleifer und Diamanthändler in
Amsterdam und Antwerpen.
Die americanische Baumwolle schlägt pro Kilo um
25 Pf. auf (November 1899): sofort bricht mitten in der
Hochconjunctur eine Krise für die Baumwollspinnereien
herein.
Die Schutzzollpolitik Mebnes triumphiert : mit einem
Schlage verlieren die Weinzüchter in d’Hoeylaett-lez-
Bruxelles, die besonders die französischen Tafeln mit
frischen Weintrauben aus ihren Gewächshäusern versor
gen, ihren Hauptabsatzmarkt.
Setzen wir den Fall, dass morgen die continentale!!
Länder die Zölle und Exportprämien, die sie den Zucker-
fabricanten bewilligen und durch die sie uns zwingen,
diese Ware zweimal teurer als die Engländer zu kaufen,
aufheben, so bedeutet das den Ruin für die englischen
Bisquit-, Confitüren-, Syrup- und Marmeladenfabriken, die
von dem billigen Preis des! Zuckers auf dem Londoner
Markt profitieren.
Setzen wir nun umgekehrt den Fall, dass! die angel
sächsischen Imperialisten zum Schutze der Zuckerrohr-
production in den englischen Colonicen hohe Eingangszölle
auf die in Europa hergestellten Rübenzucker legen, so
bedeutet das den Zusammenbruch der continentalen
Zuckerindustrie.
Die Capitalisten werden also beständig von un vor
her zu sehenden Gefahren bedroht, und, waä den Gipfel
der industriellen Anarchie bildet, stehr häufig entschliessen
sich die Mächtigsten von ihnen, diejenigen, die das grösste
Portemonnaie haben, sich zu Alleinherrschern aufzuwerfen.