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Vielleicht, so wird man sagen, hat der Consument
den Nutzen davon:
„Corsaires à corsaires,
L’un l’autre s’attaquant, ne font pas leurs affaires !"
Ja, bis zu dem Augenblicke, wo die Sieger, die sich
ihrer Rivalen entledigt haben, ihre Verluste mehr als
wieder einbringen, indem sie dem Publikum die Kriegs
kosten auf erlegen.
Proudhon sagt: „Die Concurrenz vernichtet die Con
çu rrenz.“ /
Früher oder später kommt ein Augenblick, wo die
Nachteile dieses Systems, dieser permanenten Anarchie,
so gross werden, dass sich die Capitalisten bemühen, ihnen
durch gütliches Abkommen ein Ende zu bereiten. Wenn
nur noch eine kleine Anzahl wohlgerüsteter und unbesieg
barer Concurrenten übrig bleibt und einander gegenüber
steht, dann schlägt man den Weg der Verhandlungen ein,
lässt von einem unnützen und kostspieligen Krieg ab und
verträgt sich mit denen, die man nicht vernichten konnte.
Dann beginnt eine neue Phase der capitalistischen
Entwickelung: die Herrschaft der Car teile und der Trusts.
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Die capitalistischen Monopole.
Der Uebergang von der industriellen Anarchie zu
den Monopolen vollzieht sich in zwei aufeinanderfolgenden
Stufen: die eine bildet die unvollständige Fusion (Car
telle, Ringe, Pools), die andere die vollständige Fusion
industrieller oder commercieller Unternehmungen
(Trusts).*)
*) Lief mann: Les caractères et modalités des cartels.
(Revue d’Economie politique, Juli 1899.)