Object: Ferdinand Lassalle

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zu vergrößern. Man sagte mir, wenn ich mich streng in den 
Grenzen der gegen mich gerichteten juridischen Anklage, 
der moralische Urheber der Tat Oppenheims zu sein, 
halte, so werde ich unangreifbar sein. Wenn ich aber 
auf der Anklagebank meine Sache mit dem Kampfe 
gegen den Grafen identifiziere, so würde ich allen Haß 
entfesseln, alle Leidenschaften entflammen, ich würde 
alle diejenigen, die nicht gänzlich für mich seien, zwingen, 
mich zu verurteilen. Und solche Verurteilung, eine 
Verurteilung wegen Aufhetzung zu dem Verbrechen 
des Diebstahls, das wäre nicht bloß eine Zuchthaus 
strafe von fünf Jahren, das wäre schlimmer als der 
Tod! Denn das wäre ein Urteilsspruch voll Schmach, 
der mich in den Augen der Welt ehrlos machen, der 
nieine Existenz für ewig brechen, der meine Ehre brechen 
müßte! 
Weil Oppenheim bis zu einem gewissen Grade derartigen 
schüchternen Ratschlägen nachgegeben hatte, so hatte 
er eine trockene Freisprechung erlangt, Mendelssohn aber 
eine fürchterliche Verurteilung. Ich war fest entschlossen, 
keinem von diesen klugen Ratschlägen Gehör zu geben. 
Ich warf mich auf die Anklagebank, nicht wie ein Mensch, 
der sich verteidigen soll, sondern wie ein Sieger, der 
seinem sicheren Triumphe entgegengeht. Ich warf mich 
darauf, die Angriffe in der Hand sowohl gegen den 
Grafen als gegen seine Mitschuldigen, die Richter. Ich 
fand mehr als vierzehn falsche Zeugen vor, die der Graf 
gegen mich gedungen hatte. Das beunruhigte mich nicht 
im mindesten. Ich hatte es vorausgesehen. In einer 
siebentägigen Debatte, die ich allein leitete, entlarvte 
ich schonungslos die falschen Zeugen, ich verwirrte und
	        
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