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immer schwächer; es scheint eben, dass die grossen Unternehmungen,
deren Steuern eine erhebliche Erhöhung erfuhren,
sich nach und nach ohne grosse Schwierigkeit mit
den grösseren Steuerausgaben abzufinden vermochten. Nur
in den Industriezweigen, wo die Conjunctur sich ohnedies
ungünstiger gestaltete, trugen die zur unpassenden Zeit erhöhten
Steuern dazu bei, die geschäftliche Lage noch mehr
zu-verschlechtern. So haben die Spinnereien und Webereien,
die seit einigen Jahren mit recht widrigen Verhältnissen
zu kämpfen hatten, die Erhöhung der Steuern recht
schwer empfunden.’) Wie folgende Statistik2) zeigt, hat
die Zahl der Spindeln und Webstühle in Bayern viel langsamer
zugenommen als im Deutschen Reich.
In der Baumwollspinnerei betrug die Zahl der
Spindeln
1901
gegen
1898
in 0/0
Web Stühle
1901
gegen
1898
in 0/0
Ganz
Deutschland
Bayern
Pfalz
8484001
1 420 048
127 732
1 052 972
¡33932
+ 5 490
+ 14,3
1-2,4
1-4.0
211818
28834
2 021
+ 17 092
+ 1273
+ 131
+8,8
+4,0
+6,9
Die Furcht vor der Auswanderung der grossen industriellen
Unternehmungen, welcher während der Beratung
der Steuergesetze und noch lange nach der Einführung
derselben 3) Ausdruck gegeben wurde, erwies sich als un-’)
Vgl. Hk. V. Schwaben (1900 u. 1901), ebenso Hk. v. Oberfranken
2) Zusammengestellt von der Firma W. Rieger in Stuttgart
(nach d. Frkft. Ztg.)
3) Z. B. Pf. Hk. 1901 II, p. 192 u. 1902 II, p. 170.