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the stores of sugar with the conquered colonies poured into
his only market.“ „The decay of agriculture was hastened
by an extraordinary preference which was given to the enemies
of the nation by means of neutral flags“ (ibid., 8. 284).
Die Krisis traf schwer den britischen Zuckerexport
handel. Wo bisher der englische Kaufmann als einziger
oder hauptsächlicher Lieferant geherrscht hatte, traf er seit
1799 mit fremden, besonders mit nordamerikanischen und han
seatischen Konkurrenten zusammen, die viel billiger liefern
konnten als er. Über den englischen Zuckerhandel brach des
halb eine schwere Absatzstockung herein. Die Zuckerfrage
bildete seit 1800 „eine höchst wichtige und ernsthafte An
gelegenheit“ (Lord Petty, 17. Februar 1807). Alle Märkte
waren überfüllt. „The great stock of sugar on hand, arising
from the situation of the continent and partly from other cir
cumstances, called for legislative interference.“ Im Londoner
Hafen lagen 1806 allein 90000 hgd. (zu je 12 bis 16 cwt.)
Zucker „on hand“, in ganz England über 150000 hgd. ! Wie
konnte dem „West India sugar trade“ ein „relief“ geschaffen
werden? Das war die grofse Frage! Zur Belebung der Aus
fuhr schlug man Erhöhung der Rückfuhrzölle, Zuschlagzölle
auf Rumsurrogate, auf fremden Sprit und Branntwein usw.
vor. Auch sollte zur Vermehrung des Konsums den eng
lischen Brauereien und Brennereien ausnahmsweise der Ver
brauch von Zucker und Melasse gestattet werden, was sonst
verboten war (siehe die West India Planters Petition und
Mr. Hibberts Bemerkungen dazu, 1806, H. o. C ). Unter
diesen schwierigen Umständen hatte es für England keinen
Sinn mehr, seine Zuckerproduktion durch Fortsetzung des
Sklavenhandels noch weiter zu vermehren. Was es selbst
davon verbrauchte, erzeugte es überreichlich, „und daran sollte
es sich genug sein lassen!“ (Edwards II, S. 464). Aller Über -
schufs inufste im Ausland abgesetzt werden, stiefs aber dort
auf unübersteigbare Schwierigkeiten und war deshalb vom
Übel. Dieser Zusammenhang zwischen Sklavenhandel und
Zuckerproduktion war bereits in dem Report von 1791 von
einem gewissen Mr. Irving klar durchschaut worden (siehe
Abstract of the Evidence of the H. o. C. in 1790/91 on the
Slave Trade, ch. XVI). Letzterer hielt die Ausdehnung der
Zuckerplantagen vermittels importierter Sklaven für „excee
dingly impolitic“, weil sie erstens zu riskant wäre und zweitens
„because the sugar and rum must be exported to foreign
states“, während „the sugar made in the French islands can
be afforded (which he shews by official papers) so much
cheaper (from 20 to 30 pro cent) than the British, that in
order to enable the planters to sell it to the same price as
their rivals, Gouvernaient must give large and destructive
bounties“. Denselben Gedankengang äufsert der Chancellor