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Sklavenimporte.
Die dänischen Kolonien . . . 8—9000
„ spanischen „ 6000?
„ Vereinigten Staaten damals wenig
für eigenen Gebrauch.
Summa über 100000 Sklaven.
Namentlich Frankreichs rapide angestiegener Negerbedarf
mufste Englands Neid erregen. Die Bevölkerung und die
Produktionskraft der französischen Inseln hatte sich erstaun
lich schnell gehoben. Domingue zählte (Brougham II, S. 100)
im Jahre 1775 erst 250000 Sklaven, 1790 nach einer 15jährigen
Importperiode mindestens 455000, d. h. ebensoviel wie das
ganze britische Westindien! Guadeloupe hatte seine Neger
bevölkerung verdreifacht ! Sämtliche französischen Besitzungen
in Westindien zusammen sollten (Sell, S. 192) im Jahre 1777
erst 386500 Sklaven, dagegen 1788 deren 660000 Stück ge
habt haben ! Da die Behandlung der französischen Sklaven
nur wenig schlechter, nach Ad. Smith (IV, Kap. 2. Eint.)
sogar besser gewesen sein soll, so können diese enormen Zu
fuhren in der Hauptsache nur dazu verwendet worden sein,
neues Land zu kultivieren, mehr Kolonialprodukte zu erzeugen
und den britischen Erzeugnissen schärfere Konkurrenz zu
bereiten.
Wie klar dieser Sachverhalt von den Abolitionisten durch
schaut wurde, bezeugen die folgenden Auszüge aus ihren
Schriften. „Es ist eine notorische Tatsache,“ schreibt Ramsay
1784, S. 20 ff., „dafs ein beträchtlicher Teil unseres Sklaven
handels der letzten 25 Jahre in die französischen Kolonien ge
leitet wurde und dazu beigetragen hat, dafs sie im letzten
Kriege zur See so gefährlich waren. Verbieten wir den in
die fremden Kolonien geführten Anteil, so fallen 2 la des ganzen
Handels. Setzen wir ihn fort, so werden uns die Franzosen
trotz unserer enormen Rückfuhrprämie von 20 sh. pro cwt.
Zucker durch Hispaniolas Fruchtbarkeit von allen Zucker
märkten verdrängen. Das hat natürlich eine Verstärkung
ihrer Seemacht zur Folge. Also ist unser Sklavenhandel in
seinem Nutzen beschränkter, als man gewöhnlich denkt, und
kommt mehr unseren Feinden zugute als uns.“ — Clarkson
(Impolicy, S. 80 ff.) bemerkt über denselben Punkt etwa: „Ge
wöhnlich freut man sich in England, dafs die fremden Kolonien
englische Sklaven für harte Dollars kaufen und damit unseren
Wohlstand vermehren. Soviel ist jedoch klar: Jeder von uns
in die französischen oder spanischen Kolonien importierte
Sklave macht ein Stück Boden urbar und vermehrt damit
die Produkte und zuletzt die Seemacht unserer Feinde, während
unsere eigene dabei abnimmt. Die Franzosen werden dadurch
in den Stand gesetzt, uns auf dem europäischen Markte zu
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