Full text : Die wirtschaftlichen und politischen Motive für die Abschaffung des britischen Sklavenhandels im Jahre 1806/07

XXV  1.

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islands  by  slaves  continued  5  and  the  conquered  Dutch  colonies ­
  were  about  this  time  opened  to  British  capital.  The  new
demand  soon  revived  the  African  trade,  which  in  the  period
ft-om  1797  to  1800  inclusive,  employed  about  38000  tons  ....
1  he  difference  cannot  be  ascribed  to  the  increased  culture  in
our  own  islands;  (for  ....  folgt  die  Begründung  )
....  It  will  be  remarked,  that  the  exportable  produce  of  the
conquered  colonies  had  increased  in  a  very  large  degree  !“  —
Im  ganzen  sind  ungefähr  350000  Sklaven  von  1792—1806  in
englischen  Schiffen  nach  Westindien  transportiert  worden.
Hierbei  ist  aber  zu  bemerken,  dafs  die  Hauptmasse  dieser
Summe  sich  auf  die  kurze  Zeit  von  1790—99  konzentrierte.  —
Die  Zunahme  des  Handels  geschah  nicht  ohne  die  heftigsten
und  bestgemeinten  Proteste  der  Abolitionspartei.  Doch  was
vermochten  ihre  Einwände  gegen  den  jäh  erwachten  Spekulationsgeist! ­
  Es  war  Englands  offenbarer  Vorteil,  die  günstigen
Konjunkturen,  welche  der  Krieg  geschaffen  hatte,  nach  Möglichkeit ­
  auszunutzen.  Warum  nicht  Neger  importieren,  wenn
der  Bedarf  so  dringend,  der  Verkauf  so  äufserst  lohnend  war!
Sollte  England  das  Geschäft  vielleicht  den  Amerikanern  überlassen ­
  ?
Wohl  nirgends  deutlicher  als  an  diesem  Beispiel  spricht
sich  die  Unzulänglichkeit  philanthropischer  Deduktionen  aus,
wenn  letztere  nicht  von  materiellen  Interessen  unterstützt
werden,  ja  dem  praktischen  Vorteil  geradezu  zuwider  sind.
V  ilberforces  jährlich  mit  pünktlicher  Regelmäfsigkeit  erneuerte
Anträge  wurden  seit  1795  im  Ober-  wie  im  Unterhaus  glattweg ­
  abgeschlagen.  Die  Ablehnung  der  Dolbenschen  Regulationsakte ­
  bedeutete  wohl  den  Gipfel  der  Interesselosigkeit
an  der  Abolition.  Doch  zum  Glück  für  die  Sache  der
Menschheit  liefs  der  Tag  der  Freiheit  nicht  mehr  lange
auf  sich  warten.  Er  dämmerte  bereits;  denn  seit  1799  eilte
Britisch-Westindien  wieder  einer  Krisis  entgegen,  welche  endlich ­
  die  Abolition  herbeiführte.  —

Dritter  Abschnitt.
Die  Zeit  der  Abolitionsgesetzgebung  von  1802—1807.
Wie  ein  erlöschendes  Licht  war  der  Sklavenhandel  dank
der  unbedingten  Seegewalt  Englands  vor  seinem  Ende  noch
einmal  hell  aufgeflackert  und  hatte  kurz  vor  Schlufs  des
18.  Jahrhunderts  einen  Umfang  angenommen  wie  selten  zuvor.
Grofsbritannien  hätte  noch  lange  nicht  daran  gedacht,  mit
der  Abolition  Ernst  zu  machen,  wenn  es  ihm  gelungen  wäre,
sein  Ozeanmonopol  zu  behaupten.  Doch  hierin  kam  es  anders.
Gehörte  die  Periode  von  1793—1799  zu  den  glänzendsten
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