fullscreen: Die Nationalökonomie in Frankreich

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Norlvegcil (Eishandel, Andnstrie). 
der nördlich gelegenen Insel Andö begon 
nen. Steinkohle wird fast ausschließlich 
aus England eingeführt. Auch bei Roh- 
Nlctalleil überwiegt die Einfuhr die Aus- 
fuhr sehr erheblich. ES betrug 1878 (m 
Millionen Mark) : 
Einfuhr 
Steinkohle ... 6,4 
Andre Mineralien 1,8 
Rohmctalle. . . 4,2 
Zusammen: 11,a 
Ausfuhr 
Mineralien . . 
Schwefelkies . . 
Andre Erze . . 
Kupfer .... 
Andre Nohmetalle 
0,49 
0,59 
0,84 
1,61 
0,34 
Zusammen: 3,27 
All diesem Handel beteiligt sich Deutsch 
land, speciell Hambllrg, in lebhafter Weise. 
Selbstverständlich ist auch daö Bedürfnis 
von Salz ein sehr starkes ; es wurde 1878 
für über 1,65 Mill. Mk. importiert, doch 
nur eine geringe Menge aus Deutschland. 
Der E ì S h a n d e l ist etwa 30 Jahre ait. 
Gletschereis wird von den südwestlichen 
Küsten nach Euglaild, Frankreich und 
Spanien exportiert und zwar im Durch 
schnitt derJahre 1851—55 mir 8387 ¿on., 
ober 1871-75:125,971 'I. 1878 ivamt 
die Verhältnisse sehr ungünstig, dennoch 
belief sich der Wert des exportierten Eises 
auf 1,2 Mill. Mk., lvovon 77,168 Mk. auf 
Deutschland entfallen. 
II. Industrie und Handel. 
Industrie. Von den industriellen 
Etablissements sind namentlich zu erwäh 
nen: die (1870) 770 Sägemühlen mit 
10,432 Arbeitern, in der Eisenindustrie 
in neuester Zeit die Fabrikation von Fisch 
angeln und Hufeisen, die schon erwähnten 
Brennereien und Brauereien, Glashütten 
(1879: 5 in Betrieb), Baumwoll-und 
Wollspinnerei und -Weberei, die auch 
nach Dänemark und Schlvcdcn exportiert. 
Schiffbau (1875: 200 Werften mit 6000 
Arbeitern) wird besonders alls der Strecke 
von Tonsberg biö Christiailia betrieben. ¡ 
Er beschäftigt sich mit der Herstellung klei-, 
nerer Fahrzeuge; 1. Juli 1880 wurden 
gebaut 80 Segelschiffe von 34,000 Ton. 
Mw 4 Dampfer von 570 T. Ausgeführt 
wurden 9 Segelschiffe von 1520 T. und 
59 Boote. Hiilsichtlich der Metallfabrikatc 
ist N. ganz vom Ausland abhängig; 1879 
wertete der Jiilport 5,94 Mill. Mk., davon 
deutsch 5,26 Mill. Mk., von Maschinen 
1,5 Mill. Mk. Zündhölzer werdell in 18 
Fabriken hergestellt, lvelchc sehr bedeutend 
für den Export arbeiten (1879: 25,747 
Ctr. gegen einen Jiilport voll 1000 Ctr.). 
Auch die Brauereien führen ihre Produkte 
aus, 1878: 2,8 und 1879: 1,6 Mill. Lit., 
davon nach Hamburg2,3, resp. 1,3 Mill. L. 
Die Brennerei liefert jährlich 6—7 Mill. L. 
zum Verbrauch, dazu werden noch 3—4 
Mill. L. eingeführt. Die 4besteheilde>l Pa 
pierfabriken (Holzmasse) arbeiten haupt 
sächlich für deil Export (1879: 62,000 
Zollcentner im Wert von 1,4 Mill. Mk. 
gegenüber einer Einfuhr von 1 Mill. Mk.). 
Die Produktion deckt aber in keinem Zweig 
(die Holzindustrie ausgenommen) den Be 
darf, und bedcutendeJmporte müssen statt 
finden. Die ansehnliche und wachsende 
Einfuhr von Spinnstoffen spricht indes 
für den Aufschwung der Spinnereien; so 
wurden 1878 eingeführt für zusammen 
5,86 Mill. Mk., nämlich: Wolle für 0,86 
Mill., Baumwolle für 2,46 Mill., Flachs 
und Hanf (ca. ein Fünftel aus Deutsch 
land) für2,54Mill. Mk. Die Einfuhr von 
Produkten der Textiliildustrie stieg aber 
1879 auf 21,4 (deutsch 7,3) Milh Mk., 
davon Fabrikate ans Spinirstoffen 17,7 
(deutsch 6,7) Mill. Mk. Wie bedeutend 
die Einfuhr von Mannfaktcn, Fabrika 
ten rc. ist, geht ans nachstehender Aufstel 
lung hervor, welche zugleich die Beteili 
gung Deutschlands liachweist. Es betrug 
die Einfuhr 1878 (in Millionen Mark): 
Jndustrieproduktc 
Garn 
Gespinste rc. 
Metallfabrikate. 
Mineralfabrikate 
Schiffe 
Maschinen . . . 
Wagen, Instrumen 
te, Uhren rc.. . 
Zusammen: 
Aon Deutsch 
laud 
Überhaupt 
2,89 
19,92 
6,20 
2,13 
5,88 
1,44 
2,78 
1,37 
11,89 
Dieser Einfuhr, welche minderwertige ^Ar 
tikel nicht berücksichtigt, steht eine Ausfuhr 
gegenüber, welche bei Miileralfabrikaten 
und Garnen 800,000, bei Gespinsten uub 
Metallarbeiten ca. 500,000, bei Mann- 
fakten aber 1,7 Mill. Mk. erreichte.
	        
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