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I. D. Riedel in Berlin; die chein. Fabriken in Griesheim bei
Frankfurt a. M. (Aktienkapital 9 Mill. M.), die neben chemischen
auch metallurgische Produkte erzeugen.
Einen neuen Zweig der chemischen Industrie bildet die
Darstellung chemischer Präparate für Ernährungszwecke (Rekonvalescenten,
Touristen, Soldaten im Felde u. s. w.). Hierher
gehört auch das von Fahlberg, entdeckte Zuckersurrogat, Saccharin,
das nicht nur vermöge seiner hohen Süsskraft (500 mal
so süss wie Zucker), sondern auch infolge seiner Unvergärbarkeit
und seiner antiseptischen Eigenschaft vielfache Verwendung
findet. Bedeutendere Fabriken hierfür befanden sich in Radebeul-Dresden,
Elberfeld und Salke-Westerhüsen a. Elbe. Nachdem
aber die Saccharinfabrikation verstaatlicht wurde, (zum
\ orteil der Zuckerfabriken), wird Saccharin nur noch in Salke
Westerhüsen hergestellt, während die Fabriken in Radebeul und
Elberfeld für Einstellung der Fabrikation entschädigt wurden.
Aehnliche Ergebnisse, wie sie bezüglich der Süssstoffe von
dem Saccharin erreicht worden sind, werden für das Gebiet
der Nährmittel und Eiweisskörper von einigen Betrieben angestrebt,
die in den letzten Jahren entstanden sind, und Proteinkörper
in hoch konzentrierter und leicht assimilierbarer Form
darzustellen suchen. Es sind hier hauptsächlich zu nennen:
Tropon (Troponwerke, Mülheim a. Rhein),
Sanatogen (Sanatogenwerke, Berlin),
Somatose (Farbenfabriken vorm. Fr. Bayer & Co. in
Elberfeld) und
N u t rose (Farbwerke Meister,Lucius & Brüning, Höchst a. M.).
Den Spezialhandel mit Drogerie-, Apotheker- und Farbwaren
wird die nachfolgende Tabelle näher illustrieren; sie
ist entnommen der Statistik des Deutschen Reiches Band 143,
Berlin 1902, Seite 2 bis 5 (Einfuhr) und Seite 27 bis 30
(Ausfuhr).