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Die Heimarbeit und ihre Verbreitung in der Metallindustrie.
bis 80 Pf., Speck 1 bis 1,10 Mk., Brot, vier Pfund 44, 50 und 56 Pf.,
Wurstwaren 60 bis 90 Pf., Mehl 18, 19 und 20 Pf., Schweinefchmalz
80 Pf., Rindschmalz 1,20 Mk., Kartoffeln, Zentner 2,80 bis
3 Mk., Milch, Liter 16 Pf., Butter 0,80 bis 1 Mk., Eier, zwei Stück
13 bis 15 Pf., ein Stück 8 Pf.
Die Preise des Heizungsmaterials find folgende: St. Georgen:
Holz 7 bis 8 Mk. pro Kubikmeter (Ster), Kohlen 1,40, 1,70 bis
2,50 Mk. pro Zentner; Schwenningen: Holz 9 Mk., Kohlen 1,50 bis
1,80 Mk.; Villingen: Holz 7,50 bis 8,50 Mk., Kohlen 1,50 bis 2 Mk.
Die teuren Wohnnngsmieten und Lebensmittel bringen es mit sich,
daß gerade die Arbeiter, die eine zahlreiche Familie haben, gezwungen
find, nach der anstrengenden Fabrikarbeit noch zu Hause zu arbeiten.
Arbeitet die Frau auch in der Fabrik, so hat sie für ein Kind, das
noch nicht laufen kann, das noch Pflege braucht, 20 bis 30 Pf. täglich
zu zahlen. Die größeren Kinder können sich auf der Straße aufhalten.
Wenn wir die Lage der Heimarbeiter des Schwarzwaldes überblicken,
so kann man getrost sagen, daß diese vielfach um keinen Deut
hinter derjenigen anderer Gegenden zurücksteht. Männliche Arbeiter
verdienen oft in der Fabrik 10 bis 12 Mk., in der Hausindustrie 7 bis
9 Mk. die Woche., Frauen in der Fabrik 7 bis 10 Mk., in der Hausindustrie
3 bis 5 Mk.; die, welche mehr verdienen, find Werkführersfrauen.
Auch in Zukunft ivird sich das Bild nicht ändern. Die
Fabrikanten geben immer mehr Arbeit nach Haufe. Auch der Zolltarif,
der unsere Industrie sehr gefährdet, wird dazu beitragen, die
Lebenshaltung des Arbeiters zu drücken.
Villingen.
Albert Kuner.