Die Heimarbeit und ihre Verbreitung in der Metallindustrie.
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Non den Meistern liefern vier direkt, während die übrigen an
Kaufleute gegen Werkzeug und Rohmaterial abgeben.
In Nürnberg sind keine Gehilfen beschäftigt, aber doch sechs
Mädchen. Von den sämtlichen Silberschlägern sind nur acht zu bezeichnen,
die nicht direkt mitschlagen, die übrigen kommen alle als
Schläger mit in Betracht. Außerdem arbeiten noch 32 Frauen der
Meister mit, ebenso auch die Töchter. Die Arbeitszeit ist täglich eine
achtstündige, früher wurde 12 bis 13 Stunden gearbeitet. Die Werkstättenverhältnisse
sind bessere wie beim Metall, lassen aber auch teilweise
zu wünschen übrig. Die Silberschlägerei ist aus Kosten der Aluminiumschlägerei
in den letzten Jahren hedeutend zurückgegangen, ebenso auch
der Verbrauch von Blattsilber.
Die Aluminiumschlägerei hat ihren Hauptsitz in Anrth und
Schwabach, doch gibt es auch welche in Nürnberg, Mühlsteinach in
Mittelsranken, Neustadt a. d. A., teilweise in Sachsen und Böhmen.
Die Aluminiumschlägerei ist sehr leicht zu erlernen und sind deshalb
vor Jabren eine große Anzahl ungelernter Schläger auf den Beruf
gekomnien, was eine Übersetzung des Berufs mit sich brachte. Die
Arbeitsmethode ist eine sehr anstrengende und ungesunde, da Aluminium
sehr viel feinen Metallstaub entwickelt. Die Werkstattverhältnisse sind
auch in sehr vielen Fällen ganz schlechte. Das Abhängigkeitsverhältnis
der Meister vom Kaufmann ist ein stark ausgeprägtes. Der Meister
war ganz der Willkür der Kaufleute ausgesetzt, au diesem hat sich zugunsten
des Meister vieles verändert seitdem eine Tarifgemeinschaft
besteht, doch ist leider durch die Unvernunft der Meister vieles davon
verloren gegangen. Aluminiumschlägereien gibt es in Schwabach 29
mit 56 Arbeiter und 80 Arbeiterinnen, in Fürth 11 mit 48 Arbeiter
und 55 Arbeiterinnen. Die Meister mit ihren Frauen und Familienangehörigen
schassen beinahe sämtlich mit. Zur Vernichtung der Existenz
der meisten dieser Meister macht sich die Errichtung von mechanischen
Federhämmern stark bemerkbar, und wird die Handschlägerei auf
Aluminium nur noch eine Frage der Zeit sein, genau so wie bei der
Zinnschlägerei, die 1882 noch in 33 Betrieben vorhanden war und
heute wird dieses Zinn in zwei inechanischen Hammerbetrieben hergestellt.
Die Feingoldschlägerei hat ihren Hauptsitz in Nürnberg, wo in
36 Betrieben 370 Gehilfen mit über 600 Mädchen beschäftigt sind, in
Schwabach sind 200 Gehilfen mit etwa 600 Mädchen auf dieser Branche.
Außerdem gibt es Feingoldschlägereien in Fürth, München, Stuttgart,
Augsburg, Leipzig und Dresden. In diesem Berus gibt es wohl Verlagsmeister,
die mit ihren Angehörigen arbeiten, die Verhältnisse sind
jedoch so, daß von hausindustriellen Betrieben kaum geredet werden
kann. Das Beschneiden des Blattgoldes erfolgt zuweilen durch Heimarbeiterinnen
neben ver Versorgung ihres Hauswesens. Die Bezahlung
ist tariflich geregelt, weil die Arbeiter und Arbeiterinnen zu nahezu
90 Prozent organisiert sind.
Wenn man die Schlägerberufe betrachtet, so kann man wohl
sagen, daß sie, soweit Heimarbeit dabei in Betracht kommt, durchweg
besser dastehen als andere Branchen. Das liegt daran, daß die
rücksichtslose Ausbeutung der Heimarbeiter-Zwischenmeister durch die