Full text : Die Heimarbeit und ihre Verbreitung in der Metallindustrie

Baden  und  Württemberg:  Schwarzwälder  Uhrenmdustriebezirk.

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noch  Hausindustrielle,  die  entiveder  allein  oder  mit  einigen  Familien-^noaliistigen
  oder  Gehilfen  die  Uhren  auf  eigene  Rechnung  oder  für  den
-^ten  verfertigen.  Vielfach  beziehen  diese  die  fertig  gedrehten  Räder
__  1  Geschäften,  die  diese  Artikel  als  Spezialität  fabrizieren.  Ein  solches
Geschäft  existiert  in  Schonach  bei  Triberg.  Die  dortigen  Arerhalten ­
  einen  Lohn  von  1,50  Mk.  bis  2,50  Mk.  pro  Tag  bei
jndiger  Arbeitszeit.  Oiach  der  Fabrikarbeit  arbeiten  die  Arbeiter
üchs  noch  bis  10  und  11  Uhr  nachts  um  einen  wahren  Schund-Das
  gleiche  gilt  von  Schönwald  zwischen  Triberg  und  Furtn
  gelegen.  ^Die  Fabrikation  der  Holzuhren  wird  in  Furtwangen,
ieorgen,  Triberg,  Villingen  und  Königsfeld  betrieben.  In
len  und  Königsfeld  existiert  je  ein  Grossist,  der  nicht  einen  Arbeitereigenen
  Werkstatt  beschäftigt.  Diese  beziehen  die  fertigen  Bestandnd
  lassen  die  Uhren  von  Heimarbeitern  fertigstellen.  Auch  die
ehmer  der  anderen  Orte  lassen  zum  größten  Teile  die  Bestand-:rtig
  kommen.  Die  Arbeitszeit  ist  eine  unbeschränkte  und  gehören
■:  bis  vierzehnstündige  nicht  zu  den  Seltenheiten.  Der  Lohn  schwankt
i^n  1,50  Mk.  bis  3,50  Mk.  pro  Tag.
>  !ei  der  Fabrikation  der  Regulateure  ist  die  Heimarbeit  vertreten:
ö  sschiedenen  Räder  drehen,  Pendel  machen,  Guß  ausfeilen,  Ziffer-^
  machen,  Fallenbengel,  Anker-Baletten  machen.  Die  Räderdreher
m  das  gezahnte  Rad,  den  gezahnten  Stahltrieb  und  den  heraben
  Butzen.  Der  Butzen  wird  zuerst  auf  den  Trieb  gelötet,
wird  der  Butzen  „läufig"  gedreht  und  zum  Nieten  auf  das  Rad
weht.  Das  Rad  wird  dann  aufgenietet  und  die  Zapfen  gedreht,
der  Trieb  blank  poliert.  Die  Zapfen  müssen  sehr  genau  sein,
diese  in  die  Löcher  der  Platte  gut  passen.  Die  Räder  werden
.roßen  Teile  in  der  Umgegend  von  Villingen  und  Furtwangen
»Puch  auf  dem  Heuberg  (im  Oberamt  Spaichingen)  verfertigt.  Die
t  sind  seit  einigen  Jahren  sehr  zurückgegangen,  zum  Teil  um  30  bis
,-ozent.  So  zahlt  jetzt  eine  Firma  für  Räder,  die  diese  früher
machte,  statt  13  nur  noch  7  Pf.;  statt  11  nur  5  Pf.;  statt  12
Pf.^  Diese  Firma  steht  natürlich  nicht  allein  da.  Die  Räderdreher
-m  Heuberg  erhalten  noch  weniger,  dabei  muß  man  bedenken,  daß
Arbeit  nicht  von  einem  jeden  gemacht  werden  kann.  Ein  gut
bter  Räderdreher  kann  pro  Tag  (10  Stunden)  noch  2,50  Mk.
Mk.  verdienen  bei  ganz  intensiver  Arbeit.  Die  Pendelmacher
m  zum  Teile  die  Querstäbe  heruntergefräst  und  angezeichnet,  die
e  heruntergeschert  und  an  der  Mittelstange  das  Gewinde,  die
lrosette,  Einlage  lind  Eisenscheiben  bei  den  gewöhnlichen  Sorten,
muß  er  die  Querschnitte  bohren,  je  nach  Qualität  abfeilen  und
m,  zusammenmachen  und  fertigstellen.  Die  Preise  sind  für  polierte
Mk.,  für  gewöhnliche  2,50  Mk.,  2,30  Mk.,  2,16  Mk.  Bei  den
:en  hat  er  gut  anderthalb  Tage  angestrengt  zu  arbeiten,  bei  den
n  Sorten  auch  mehr  als  einen  Tag  (10  Stunden).  Für  100  Stück
|  lrosetten  fertigmachen  und  anfassen  eine  Mark.  Tagesverdienst
3  Mk.  Dieses  ist  jedoch  kein  reiner  Tagesverdienst,  denn  bei  dem
holen  und  -abliefern  geht  viel  Zeit  verloren.  So  machen  nach
gen  ein  Arbeiter  von  Birgach  und  Mönchiveiler  Pendel.  Dieser
            
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