Einleitung.
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Ist also die Leimarbeit aus denselbeu allgemeinen Gründen in
der Metallindustrie zu verwerfen und zu bekämpfen, wie in den übrigen
Gewerben, die sich ihrer bedienen, so ebenfalls noch aus dem, daß
sie den Industriearbeitern, den Fabrik- und Werkstättearbeitern
eine unebenbürtige Konkurrenz bereitet, ihre Lage
tiefer drückt und ihnen fo die Lebenshaltung erschwert.
Die Gründe, die zur Bekämpfung der Leimarbeit in der Metallindustrie
zwingen, sind kurz zusammengefaßt:
Ihre Gefahr für die Volksgesundheit,
1. durch direkte Einwirkung auf die Beteiligten,
2. durch Übertragung ihrer mit Infektionsstoffen versehenen
Erzeugnisse auf den Konsumenten und
3. durch Beeinflussung der Lohnverhältnisse der Industrieund
Fabrikarbeiter im ungünstigsten Sinne.
Diese Gründe rechtfertigen unter allen Llmständen die Gegnerschaft
der Gewerkschaften gegen die Lausindustrie lind werden hoffentlich
mit dem Leimarbeiterschutzkongreß dazu beitragen, auch diese Gefahr
den direkt beteiligten Leimarbeitern mehr und mehr zum Bewußtsein
zu bringen.
Zum Schluffe noch einige Worte über die Bearbeitung und
die Zusammenbringung des Stoffes. Da diese Arbeit auf
keine wesentliche Anterstützung seitens der Beteiligten selbst zu rechnen
hatte, erfolgte sie auf Grund allgemeiner Beobachtungen der
Bezirksleiter und sonstiger Verwaltungsbeamten unseres Verbandes;
in einigen Fällen gelang es auch, Leimarbeiter zur Berichterstattung
heranzuziehen. Wo allgemeine Beobachtungen nicht möglich waren,
beschränkte man sich auf die Feststellung der Verbreitung lind suchte
aus schon vorhandenen Werken etwas über die Lage der Leimarbeiter
herbeizribringen. Die Berichte sind in der Lauptsache im
Original wiedergegeben u>ld mit den: Namen des Berichterstatters gedeckt.
Gelang es auch nicht, auf diese Weise ein erschöpfeildes Bild
zu gewinnen, so dürfte immerhin der nächste Zweck, der zu erreichen
erstrebt werden mußte, erreicht sein. Es diirste durch diese Zusammen