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Deuischrrussrsche Ariegeankeiße.
(7. Januar 1905.)
Der russische Finanzminister: „Die neue
Anleihe ist kein gutes Geschäft. Auf 500 Mil- _. & m r
lionen müssen mir uns verpflichten, 4 1 / 2 °/ 0 Zinsen titm beg
jährlich zu blechen. Einundneunzig und ein fischen Finanz
halb Prozent dieser Summe aber bekommen Ministers
wir bloß ausbezahlt. Das macht also in Wahr
heit 4,8 % Zinsen fürs Jahr. Nach sechs
Jahren darf die westliche Kanaille die Rück
zahlung zum vollen Betrage verlangen. Dann
kostet die Geschichte noch einmal 8 ] / 2 % aus
500 Millionen oder 9,3°/ 0 auf die 457 Mil
lionen, die wir bekommen haben. Das be
deutet für jedes der sechs Jahre ein Extra
aufgeld von 1-/2°/«. Macht Summa Summa
rum 6 x / 3 % jährliche Verzinsung. Ein schönes
Stück Geld für einen sogenannten Kulturstaat,
dem man bisher mit 4%, versuchsweise sogar
mit 3% Milliarden gepumpt hat. Ein Glück,
daß die Sache vor Stöffels Kapitulation zu
Ende kam. Sonst hätte man vielleicht noch
mehr gefordert und auch — erhalten. Wenn
man uns wenigstens die Geschichte mit der
Kündbarkeit erspart hätte. Zu toll, daß das
heilige Reich zwölf, die Kanaille aber nur sechs
Jahre verpflichtet ist. Wird's wieder besser,
können wir wieder billiges Geld bekommen,
steigen die Renten, fordert keiner sein Geld.
Sitzen wir in neuer Klemme, müssen womög
lich 50/0 dauernd bezahlen, so verlangen die
Kerls ihr Geld, und die Banken verdienen noch
einmal an uns. Aber was soll man machen.