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Bas Agio nach der Notenemission.
Tin Jahre 1884 erfolgte die Gründung der serbischen
Nationalbank und wurde derselben gegen Ende des Jahres
1885, nachdem die Versuche mit den in Gold einlösbaren
Noten bekanntlich erfolglos geblieben waren, das Hecht zugestanden,
Banknoten zu . 10 Dinaren Silber in Umlauf zu
bringen. Dieses Zugeständnis betreffend die Emission von
Silbernoten stand nun offenbar in direktem Widerspruche mit
den Absichten des Münzgesetzes vom Jahre 1878. Durch
dieses Gesetz ist in Serbien — wie eben besprochen wurde —
ein bedeutender Goldumlauf möglich gemacht worden, welcher
zwar nur auf den Grossverkehr beschränkt blieb, indem an
silbernen Scheidemünzen eine übermässige Menge dem Umlaufe
übergeben war, wodurch den Goldmünzen das Eindringen
auch in den kleinen Verkehr verwehrt wurde. Mit dem obigen
Zugeständnisse gegenüber der Nationalbank erscheinen nun
alle gesetzlichen Bestimmungen, welche die Bevorzugung des
Goldes und die Hintansetzung des Silbers im Zahlungsverkehr
zum Zwecke hatten, ausser Kraft gesetzt, denn die in Silber
einlösbaren Banknoten werden als unbeschränkte Zahlungsmittel
anerkannt. Es war jetzt möglich, der Notenzirkulation
jene Ausdehnung zu geben, welche im stände sein würde, den
gesamten Geldbedarf des Landes zufrieden zu stellen. Die
Banknote erhob sich auch in der Tat zum alleinigen Zahlungsmittel
Serbiens, indem ihre zirkulierende Menge einen Umfang
nahm, welcher alle anderweitigen Zahlungsmittel, die Scheidemünzen
ausgeschlossen, entbehrlich machte. Das Gesetz der
Verdrängung des besseren Geldes durch das schlechtere,
welches seine Wirkung in Serbien noch einmal geltend machte,
traf nun den Goldumlauf, welcher sich in der Zeit vor der
Notenausgabe gebildet hatte. Die Dukaten, die bisher in bedeutenden
Mengen vorhanden waren, verschwanden tatsächlich
jetzt erst aus dem Verkehr und wurden durch Banknoten ersetzt.
Dieses Verschwinden der Goldmünzen darf aber nicht
schon mit der Prägung des serbischen Silbergeldes in Zusammenhang
gebracht werden; erst die Banknoten brachte
man in solcher Menge in Umlauf, dass mittelst derselben