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entstellt, die aber nicht befriedigt werden kann, steigen infolgedessen
im Werte, wodurch das Agio vermindert wird. Treten
nun diese zwei Faktoren, Goldzufluss und Notenmangel, zu
gleicher Zeit in Wirkung und zwar unter der Voraussetzung,
dass sich die Nachfrage im Hintergrund hält, so ist es offenbar
möglich, eine bedeutende Herabdrückung des Agios herbeizuführen.
Auf ein solches Zusammentreffen von Umständen,
dass nämlich das Sinken des Agios durch das Erscheinen der
Nachfrage nicht beeinträchtigt wurde, ist es nun zurückzuführen,
dass das Agio im Herbste des Jahres 1897 so tief gesunken
war, dass für ein goldenes 20-Frankstück bloss 20 Para Agio
zu zahlen waren, so wie dies weiter der Fall ist eben in dem
Zeitpunkte, in welchem diese Zeilen geschrieben werden, indem
im Oktober dieses Jahres der Napoleon-sd’or auf der
Belgrader Börse mit 20,20 Dinaren notiert erscheint. —
Während das Agio dann im Winter infolge grösserer Nachfrage
nach Gold zum Steigen veranlasst wird, schlägt der
Notenumlauf wiederholt eine entgegengesetzte Richtung ein,
da die Noten infolge des Stillstandes, welcher zu dieser Zeit
in das serbische Verkehrsleben einzieht, in die Bankkassen
wieder zurückströmen. Dieses Zurückgehen des Notenumlaufes
ist nun wieder geeignet, auf das ohnehin schon im
Steigen begriffene Agiu noch verschärfend einzuwirken. Es
wird nämlich immer eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen,
bis die Noten in die Bank zurückgebracht sind und man
dadurch das Gleichgewicht zwischen Umlauf und Bedarf an
Zirkulationsmitteln wieder erlangt hat, während welchen Zeitraumes
aber die Noten im Verkehre im Überflüsse vorhanden
sind, infolgedessen ihrem Werte nach sinken müssen, was mit
einem Steigen des Agios gleichbedeutend ist. Dieses Überfüllen
des Verkehrs mit Noten, welches auf deren langsames
Zurückströmen, keineswegs aber auf eine verfehlte Emissionspolitik
zurückzuführen ist, infolgedessen auch nur vorübergehend
auftreten kann, wird in einzelnen Fällen zwar nicht
leicht konstatiert werden können, soll aber bei der Betrachtung
serbischer Agioverhältnisse jedenfalls nie ausser Acht gelassen
werden. In Ländern mit geregelter Valuta kann sich nämlich