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Das Arbeitseinkommen.
zu Leipzig" vom Jahre 1863 gibt er ihm oie Fassung: „daß der
durchschnittliche Arbeitslohn immer aus den notwendigen Lebens
unterhalt reduziert bleibt, der in einem Volke gewohnheitsmäßig
zur Fristung der Existenz und zur Fortpslanzung erforderlich ist".
Dies sei der Punkt, so argumentiert er weiter, um welchen der
wirkliche Tagelohn in Pendelschwingungen jederzeit herum gravi
tiere, ohne sich jemals lange über ihn erheben noch unter ihn
hinunter fallen zu können. Er könne sich nicht dauernd über diesen
Durchschnitt erheben — denn-sonst entstünde durch die leichtere,
bessere Lage der Arbeiter eine Vermehrung der Arbeiterehcn
und der Arbeiterfortpflanzung, eine Vermehrung der Arbeiter
bevölkerung und somit des Angebots - von Händen, welche den ,
Arbeitslohn wieder auf und unter seinen früheren Stand hinav-
drücken würde. Der Arbeitslohn könne aber auch nicht dauernd
tief unter diesen notwendigen Lebensunterhalt fallen, denn dann
entständen Auswanderung, Ehelosigkeit, Enthaltung von der
Aindererzeugung und endlich eine durch Elend, erzeugte Ver
minderung der Arbeiterzahl, welche somit das Angebot von
Arbeiterhänden verringere und den Zlrbeitslohn damit wieder
auf den früheren Stand zurückbringe. Der wirkliche durchschnitt
liche Arbeitslohn kreise daher beständig um jenen seinen Schwer
punkt herum, in den er sortdauernd zurücksinken müsse. Den
Ausweg sieht Lassalle in der 2lufhebung der Scheidung vom
Arbeitslohn und Unternehmergewinn in der Weise, daß der
Arbeiterstand durch Produktivassoziationen zu seinem eigenen
Unternehmer gemacht werde.
Die L o h n f o n d s t h e o r i e , von deren Vertretern nur der
Engländer Senior genannt sei, behauptet, daß in jedem Lande
und zu jeder Zeit überhaupt nur ein bestimmter Fonds vorhanden
sei, aus dem Arbeiterlöhne gezahlt werden könnten. Danach ist
der Lohn ein einfacher Quotient aus der Zahl der Arbeiter und
der Summe des Lohnfonds und kann sich nur durch Verminde
rung oder Vermehrung der Zahl der Arbeiter ändern.
wir wollen, ohne auf dieses vielumstrittene Gesetz weiter ein
zugehen, nur darauf Hinweisen, daß die Löhne in den letzten Iahr-
zehnten' in allen Kulturländern stark gestiegen sind, und zwar bei
gleichzeitigem ebenso starken Steigen der Zahl der Gesamtbevölke
rung wie insbesondere der Arbeiter. Diese haben sich als Klaffe
einen größeren Anteil an dem Gesamteinkommen der Nation zu
erringen verstanden, indem sie ihre Lebenshaltung hoben