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d. h. es werden gedeckt: die Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung,
Wohnung, Schuhwerk und nach Schmucksachen.
Die reicheren Familien können ihren Konsum erhöhen und
mannigfaltiger gestalten. Es treten aber bei ihnen auch neue
Bedürfnisse auf, die die ärmeren Familien gar nicht kennen.
Hier erhalten wir
1 11 111
10 9V2 9
8 7 6
5 6 3
4 3 2
3 2 1
2 1 0
1 0
0
folgendes Schema der
IV V VI Vll
8V2 8 7 6V2
6 6 5 usw.
2 0 2
1 1
0
Bedürfnisbefriedigung :
Vlll IX X
6 5 4 usw.
Das gesellschaftliche Bedürfnis nach jedem einzelnen Pro
dukte wird durch das Bedürfnis der Summe der Familien ge
bildet. Es folgt daraus, daß jene Produkte in größerem Umfange
erzeugt werden müssen, deren alle Wirtschaften bedürfen, wäh
rend die Gegenstände in verhältnismäßig geringem Maße erzeugt
werden, nach denen bloß die reichsten Wirtschaften fragen. Wenn
die Erzeugung von gewissen Waren viel Arbeit erfordert, so wer
den sie nur in geringem Maße hergestellt, bleiben „selten“ und
werden nur von den wohlhabendsten Familien gebraucht. Der
hohe Preis dieser Güter wird also nicht durch deren Seltenheit
bestimmt, wie die österreichische Schule behauptet, sondern um
gekehrt: die „Seltenheit“ dieser Produkte hängt davon ab, daß
ihre Produktion sehr viel Arbeit erheischt und sie daher nur von
wenigen gebraucht werden können.
So müssen die gesellschaftlichen Produktivkräfte, wo sehr
viele Familien mit geringer Kaufkraft und wenige reiche vor
handen sind, oder, mit anderen Worten, wo die große Volks
masse in Dürftigkeit lebt, während einzelne Familien im Luxus
schwelgen, hauptsächlich auf die Erzeugung der allernotwendig
sten Gegenstände, der einfachsten Nahrungsmittel und primitiven
Häuser usw. verwendet werden, sowie auf die Herstellung von