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liches Rohmaterial für die Brennerei. Es ist eine alte Erfahrung
in den Charentes, daß in schlechten Weinjahren,
d. h. in solchen, in denen die Trauben sauer bleiben und
die Weine wenig Alkohol besitzen, die besten Weinbranntweine
gewonnen werden.
Die hier in Frage kommenden kleinen deutschen
Weine haben die für die Herstellung eines Edelbranntweins
notwendigen Eigenschaften und darin die größte Ähnlichkeit
mit den Charente-Weinen. Sie haben einen Alkoholgehalt
von 6—8% und einen Säuregehalt von 12—18% 0 ,
reihen also in die Art der stark Oxydationsprodukte bildenden
Weine, ganz ebenso wie die Weine der beiden
Charentes, die 7—9% Alkohol neben 15—2O% 0 Säure enthalten.
Auch in den Mineralstoff- und Extraktzahlen sind
sie einander sehr ähnlich. Während andere Länder, die
sich ebenfalls mit der Cognacproduktion befassen, wie
Italien, Spanien, Griechenland, Californien, Australien usw.
Weine produzieren, die zwar hohe Mineral- und Extraktzahlen,
aber auch sehr hohen Alkoholgehalt neben verhältnismäßig
geringem Säuregehalt aufweisen. Aus den Weinen
dieser Länder kann infolgedessen auch kein aromatischer
qualitätsreicher Branntwein erzeugt werden.
Während der Destillation der Weine wird durch Erhitzung
die Wirkung der Säure auf den Alkohol und die
Mineral- und Extraktstoffe noch erhöht und dadurch die
Bildung der Oxydationsprodukte befördert. In dem Destillat
macht sich der Einfluß des Sauerstoffs der Luft aber nicht
in gleichem Maße geltend wie im Wein, denn während der
niedrige Alkoholgehalt und dessen Oxydationsprodukte im
Wein leicht zur Essigbildung neigen, bewirkt der gleiche
Einfluß in dem Destillat, in Gegenwart des hohen Alkoholgehalts,
die Bildung aromatischer Stoffe.
Das frisch hergestellte Weindestillat ist wasserhell, hat