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III. Das Leben des Buddha.
kära brachte ihm die acht Gegenstände, die der Mönch allein be
sitzen darf: drei Kleider, einen Gürtel, den Betteltopf, ein Scher
messer, eine Nadel und ein Sieb zum Filtrieren des Wassers.
Der Wagenlenker wurde mit dem Rosse entlassen. Das Roß
konnte aber die Trennung nicht ertragen. Sein Herz brach, und
es wurde als Engel im Himmel wiedergeboren. Der Prinz war
nun allein in der Einsamkeit.
So der Buddha der Legende. Wenden wir uns nun wieder zu
dem geschichtlichen Buddha zurück! Als er, angeekelt von den
Lüsten der Welt, in die Heimatlosigkeit gegangen war, suchte er
zunächst Lehrer, die ihm den Weg zur Erlösung weisen könnten.
Zuerst ging er zu Alära Käläma (bei den nördlichen Buddhisten
Arada oder ArädaKäläma genannt), dann püddaka Eäma-
putta (bei den nördlichen Buddhisten Edraka Rämaputra
oder Rudraka Rämaputra). Aber ihre Lehre befriedigte ihn
nicht. Was sie ihm mitteilen konnten, hatte er bald gelernt. Alära
bot ihm an, er solle mit ihm gemeinsam die Schule leiten; üddaka
wollte ihm sogar die Leitung ganz abtreten. . Aber Buddha lehnte
nach kurzer Zeit beides ab. Die beiden Lehrer sind historische
Persönlichkeiten, und es ist für Buddha von größter Wichtigkeit
gewesen, daß er gerade diese Männer zuerst zu Lehrern gehabt
hat. Beide waren Anhänger der Yogaphilosophie, einer theistisch
weitergebildeten Form des atheistischen Läipkll/asystems des K a p i 1 a,
die uns in den Yogasütras des Patanjali fixiert vorliegt. Der
Hauptunterschied beider Systeme, die fast alle Grundbegriffe ge
meinsam haben, ist der, daß der Yoga, die Technik der Kontem
plation und den Wert äußerer Hilfsmittel, wie strenge Askese, in
den Vordergrund stellt und die Forderung eines streng sittlichen
Lebens betont, während das Sämkhya ausschließlich die abstrakte
Theorie der richtigen Erkenntnis hervorhebt. Buddha hat, wie
wir sehen werden, aus beiden Systemen eine ganze Anzahl von
Begriffen in seine Lehre hinübergenommen, sich auch nie ganz von
seinen Lehrern getrennt, da er ihnen zuerst seine neugewonnene
Erkenntnis mitteilen wollte. Mit den aus der Yogaphilosophie
entnommenen Anschauungen hängen auch die nächsten Schritte zu
sammen, die Buddha tat, nachdem er sich von seinen Lehrern ge
trennt hatte. Er zog ruhelos im Lande Magadha umher, bis er
zu dem Flecken Druvelä oder ürukilvä am Flusse Neranjarä
oder Nairanjanä gelangte, dem heutigen Buddha Gaya, südlich
von Patna. Die schöne, friedliche Lage des Ortes zog ihn so an,