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jetzt die Firma Compagnie de l'industrie electrique et
mechanique Geneve, ausgestellt.
Audi die Züricher Telefongesellschaft baute Dyna
mos und hatte s. Z. auf der Ausstellung solche vorgeführt.
Ferner fing die Sociütü genüvoise pour la construction
d’ instruments de physique in den 80 er Jahren an, sich
damit zu beschäftigen. Die grossen Erfolge, die der
Dynamobau sich gesichert hatte, gingen von der Be
leuchtungstechnik aus, die als erstes Verwendungsgebiet
betrachtet werden kann. Die Ausgestaltung der Glüh-
und Bogenlampen bewirkte zugleich eine Preisermässi-
gung der Dynamos und mit der rasch wachsenden Ver
wendung wurden sie bald ein bedeutender Industrie
artikel. -
Der Lichtmaschine folgte die Kraftmaschine, mit
welcher im Jahre 1888 die elektrotechnische Firma
Julius Einhart-Konstanz und Krcuzlingen* **) ) den ersten
kleineren praktischen Versuch machte, Kraft von Kon
stanz (Baden) nach Emmishofen (Schweiz) zu leiten,
was ihr auch gelang. Einhart erwarb sich dadurch das
Verdienst, die erste elektrische Kraftübertragung Deutsch
lands und der Schweiz — und wohl auch der Welt —
zur Ausführung gebracht zu haben. Dies hatte eine
entscheidende Wendung für die Elektrotechnik zur Folge
und kam insbesondere in dem nächsten Jahrzehnt zum
Ausdruck, als die Maschinenfabrik Oerlikon"*) gemein-
schaitlich mit der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft
Berlin 1891 die Kraftübertragungsanlage Lauben a.
Neckar Frankfurt a. Main vollendete. Man hatte es
mit Wechselströmen von 25000 Volt Spannung zu tun.
*) Vergl. Buch der Erfindungen von Hartleben s Verlag. Wien 1886.
**) Nach Berichten der Maschinenfabrik Oerlikon 1903.