Full text : Die wirtschaftliche Entwicklung und Lage der Elektrotechnik in der Schweiz

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Betriebsweise  möglichst  rationell  gestaltet  werden.  „Die
Konsumsteigerung  gewährleistet  den  grösseren  Fabriken
die  allmähliche  Ausdehnung  der  Produktion  und  damit
die  Herabsetzung  des  Betriebskoeffizienten.“*)  Ausführlicher ­
  auf  die  technische  und  kaufmännische  Organisation ­
  des  Glühlampenkartells  einzugehen,  ist  hier  nicht
der  Platz.**)
Eine  Art  Interessengemeinschaft  kam  im  Jahre  1903
zwischen  der  Elektrizitäts-Aktiengesellschaft  Brown,
Boveri  &  Co.  und  der  Allgemeinen  Elektrizitätsgesellschaft
in  Berlin  zustande.  Letztere  Gesellschaft  übernahm  in
Verbindung  mit  der  Bank  für  elektrische  Unternehmungen ­
  in  Zürich  etwa  die  Hälfte  des  Aktienkapitals
der  Firma  Brown,  Boveri  &  Co.  Trotzdem  die  Allgenieine
  Elektrizitätsgesellschaft  dadurch  die  Majorität  in
her  Generalversammlung  erhielt,  blieb  aber  die  Geschäftsführung ­
  von  Brown,  Boveri  &  Co.  in  den  alten
Gewährten  Händen.  Dass  die  Aktiengesellschaft  Brown,
Boveri  &  Co  durch  die  Transaktion  verstärkten  Rückhalt
her  verschiedensten  Art  erlangte,  bedarf  wohl  nicht  erst
eines  besonderenNachweises.  Wie  die  Weiterentwicklung
sein  wird,  erscheint  nicht  besonders  zweifelhaft,  wenn
man  sich  vor  Augen  hält,  dass  die  Firma  Brown,
Boveri  &  Co.  durch  den  Aktienaustausch  auch  stark
unter  den  Einfluss  der  Schweizer  Kreditanstalt,  der  Leiterin
her  Bank  für  elektrische  Unternehmungen  in  Zürich,
gekommen,  die  Schweizerische  Kreditanstalt  aber  wiedei-Ur
 n  auf’s  Engste  mit  der  Maschinenfabrik  Oerlikon
*)  KarteiIrundscliau  Wien  1903  ff.
**)  Vgl.  Jahrbuch  des  S.  E.  V.  1905,  S.  21:  Statuten  der  Glühknipen-Einkaufs-V
  ereinigung.
            
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