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aber, und diese Sitte herrscht vornehmlich in England und
Amerika, man lässt sich die Beträge aus Wechseln, Effekten 1 )
u. s. w., auch Lombarddarlehen 2 ) einstweilen gutschreiben, um
sie dann nach Bedarf abzuheben. Diese Depositen pflegt man
Buchkreditdepositen zu nennen.
Wir haben gesehen, wie die Depositen entstehen. Es ist
einleuchtend, dass sich dieses Geschäft vornehmlich in der Form
der laufenden Rechnung abwickelt. Der Kunde wird auf diese
Weise eng an die Bank gefesselt; diese besorgt dafür für ihn
die Einziehung von Forderungen, schreibt sie seinem Konto gut
und führt auch für ihn alle von ihm angewiesenen Zahlungen
aus, soweit sein Guthaben ausreicht. Die Beurkundung dieser
Depositen erfolgt, besonders wenn der Kunde mit der Bank
regerere Beziehungen unterhält, gewöhnlich in der Art, dass die
Abhebungen, bezw. Einzahlungen in einem Depositenbuche, gewöhnlich
„Contra-Buch“ genannt, vermerkt werden; dies letztere
wird dem Kunden ausgehändigt. Die Ausstellung von Depositenscheinen
würde bei einer regen Verbindung etwas umständlich
sein und nicht in so rascher Weise Einblick über die
Einlagen und Entnahmen gewähren, da man jedesmal erst
in den Geschäftsbüchern den Stand des Guthabens prüfen
müsste 3 ). Ein solches Contra-Buch besteht, wie das Girokontogegenbuch
der Notenbanken, aus zwei Kolumnen. Auf der
rechten Seite, der Kreditseite, werden alle Zahlungen gebucht,
welche vonseiten des Kunden an die Bank stattfinden, Gutschriften
über fällige Coupons, verkaufte Effekten, Reichsbanküberweisungen
u. s. w.; auf der linken Seite, der Debetseite,
erfolgen die Buchungen für die Zahlungen, die die Bank
an den Kunden oder für dessen Rechnung an andere gemacht
') Gibbons sagt (The Banks of New York, 1859, p. 160): „The
deposits of merchants consist of bank-bills, coin, personal and bankcheeks,
certificates of deposit, and other doouments whieh represent
money.“
2 ) Die Buchung erfolgt in der Art, dass das Lombardkonto belastet
und das Depositenkonto erkannt wird. Man bringt dann gewöhnlich
den Lombardzins in Abzug, während man einen Depositalzins vergütet.
3 ) Doch wird nicht selten auch diese Art der Beurkundung angewendet.